Übersicht

 


     Vorwort   
                                        radsport-0021.gif von 123gif.de

 

Es gibt Sachen im Leben eines jeden Menschen die macht man immer wieder gerne
die bereiten großen Spaß und vielleicht hat man sogar ein gewisses Talent dafür
bei mir dürfte das Radfahren dazu gehören.
Und dann gibt es Sachen die macht man nicht gerne und Spaß bereiten sie einem auch nicht
und ein Talent sucht man vergebens bei mir dürfte das schreiben dazu gehören.
Wieso oder warum ich trotzdem mit dem schreiben angefangen habe weiß ich selber nicht mehr so genau
es lag vielleicht an dem endlos langen Winter zum Anfang des Jahres 2010.
Es lag schon seit Wochen eine Schneedecke auf den Straßen ein fahren mit dem Fahrrad war in dieser Zeit
fast unmöglich. Vielleicht wollte ich einfach mal etwas anders ausprobieren wie gesagt ich weiß es nicht
mehr genau.
Nach dem ich einigen Freunden von meinen ungewöhnlichen Ideen und Gedanken berichtet habe,
sie mich animiert haben es zu Papier zu bringen ist die, meine "Reisesehnsucht" entstanden.
Es ist für viele bestimmt ein Traum einmal im Leben ein so richtig großes Abenteuer zu erleben
einmal bei einer großen Sache was auch immer dabei zu sein. Viele werden es sich nicht trauen oder wagen
und viele haben einfach Angst etwas außergewöhnliches im Leben was auch immer in Angriff zu nehmen.
Bei mir hat es fast drei Jahrzehnte gedauert bis ich mich an einen Wunsch aus meiner Kindheit erinnert habe
damals ein Ding der Unmöglichkeit, heute besteht zwar die Möglichkeit dazu aber die Gesellschaft akzeptiert keine verrückten Sachen.
Ich habe ja auch viele Jahre gebraucht um zu verstehen was ich eigentlich möchte und mit ein wenig Phantasie kann ich mir vorstellen
meine Sehnsucht nach einer Reise der besonderen Art zu verwirklichen jedenfalls glaube ich daran und richte mein Leben danach aus.
Ich habe für mich begriffen das das Leben einfach zu kurz ist um permanent den materiellen wichtigen Sachen hinterher zu jagen
die ein jeder unbedingt benötigt ohne die das Leben nicht lebenswert ist.
Genauso kann ich nicht verstehen wie man sich durch einen Überfluss an Genuss seine Gesundheit ruiniert
das wichtigste was man eigentlich besitzt für das es sich zu jeder Zeit im Leben lohnt zu kämpfen.
Das eingepfercht sein in die Gesellschaft mag zwar die eine oder andere gefühlte Sicherheit bringen
aber es ist nicht das was ich mir von einem freien Leben vorstelle.
Vielleicht ist es ja auch der Grund warum ich zum Stift gegriffen habe um meine Gedanken zu Papier zu bringen,
Papier ist geduldig und hört zu und wo gibt es so etwas im hektischen Alltag noch.

                                                                                                          


Dies ist eine verkürze Fassung wer mehr lesen möchte für den lass      
ich die Reisesehnsucht gerne per Mail durchs Netz reisen.
Alle enthaltenen Bilder stehen zur größeren Betrachtung in meinem Bilderarchiv bereit.
Über einen Eintrag in mein Gästebuch würde ich mich sehr freuen

So und nun viel Spaß und Freude beim lesen      

 

 

  Reise Sehnsucht

 

 

Geboren, ja blöder Anfang ich weiß aber was soll ich sonst schreiben mit meiner Talentlosigkeit
schließlich fing es ja mal an, es war 1965 in Leipzig und wie so typisch für einen Jungen verspürte ich
schon als kleiner Junge einen Drang zu allen schnellen und rasanten man kann auch sagen zur Geschwindigkeit.
Was sich im sammeln von schnellen Autos und Motorrädern auf Bildern oder als Modell bemerkbar machte.
Der Umstand dass mein Land die DDR plötzlich aufhörte zu existieren der Sozialismus sich mit einer
klassischen Pleite verabschiedete erlaubte es mir nun meinen Wunsch nach etwas richtig schnellen
zu verwirklichen.
Motorräder immer schneller und größer wurden angeschafft zum Schluss standen 178 Pferde
und über 300 kmh schnell in der Garage.
Mittlerweile, man schreibt das Jahr 1997 hatte sich unsere Familie wieder vergrößert
meine Tochter erblickte das Licht der Welt unser Sohn schon sieben Jahre alt, das vollkommene Glück dachte ich
oder sollte man auch meinen als sich eines Tages vielleicht auch in der Nacht ich weiß es nicht mehr so genau
ein paar Hirnzellen meldeten die es bis jetzt noch nicht geschafft hatten sich Gehör zu verschaffen.
Ich begriff mit einmal das das sinnlose rumheizen, so nannte man es damals wenn man mit einem Motorrad
nur so zum Spaß herum fuhr, sich nicht mit der Familie und den Sinn des Lebens zu vereinbaren ist.
Meine Entscheidung stand fest und ich beschloss meine geliebte Maschine mit allen nützlichen
und unnützlichen Zubehör was sich so in den letzten Jahren angesammelt hat zu verkaufen.
Meine Frau als ich ihr so ganz nebenbei meinen Entschluss mitteilte schaute nicht gerade Glücklich
wusste sie doch das nach einem Verkauf meines Motorrades immer ein Neukauf einer noch größeren,
schnelleren Maschine bevor stand, so war es jedenfalls bisher immer und ihr war auch bekannt das ich bereit war
Risiken einzugehen sie hatte immer Angst um mich erst später begriff ich das.
Erst als ich ihr wiederholt mitteilte das ich das Kapitel Motorrad in meinen Leben beenden möchte jubelte
sie vor Glück und mein Motorrad Händler des Vertrauens jubelte nicht den ich zählte bis zu diesen Tage
zu einem seiner besten Kunden.

        
           Schladitzer See im Jahr 2014   ca. 15 Radminuten vor meiner Haustür




Langweilig ist mir die nächsten Jahre auf keinen Fall geworden meine Beschäftigung mit den Hausbau
die Berufliche Neuausrichtung sowie der Betreuung der Kinder,
wobei die meiste Zeit und Arbeit mit den süßen Kleinen damit meine Frau verbracht hat.
Ich fand das so zu diesem Zeitpunkt auch in Ordnung ein kleiner Rocker in Leder steckte wenn auch nur noch
ein wenig in mir und da gehörte es sich nicht Windeln zu wechseln. Schließlich und das muss man ja bedenken
hatte ich wichtige Aufgaben zu erfüllen die Rasen pflege der Pool mit seine Blauen Wasser bedarf viel Zuneigung
und nicht zu vergessen das Auto. Ja das Auto genauer gesagt wir hatten sogar zwei davon das spielte
in unseren aller Leben eine wichtige vielleicht sogar eine der wichtigsten Rollen überhaupt.
Sauber musste es sein geputzt und gewachst jede Woche einmal in die Waschanlage
aber immer das teuerste Programm bitte schön man konnte sich ja man durfte sich auf keinen Fall bei den Nachbarn blamieren.
In einer spießigen Vorstadt Siedlung wo jeder auf jeden aufpasste gab es viel zu beachten wollte man nicht
negativ auffallen. Das Leben ging so seinen Gang und mit der Zeit merkte ich langsam das irgend etwas
Wichtiges fehlte einen Mann in meinem Alter.
Ein neues teures Spielzeug wie eine Porsche konnte ich mir aber zum Glück nicht leisten, ein Hobby
vielleicht was nicht so alltäglich ist und nach viel aussah ich wusste es zu diesen Zeitpunkt nicht so genau
und probierte so einfach jeden Mode Krams mal aus. Schnell merkte ich dass sich für mich nichts finden ließe
was mir auch nur etwas Spaß bereitet hätte wo ich mich längere Zeit mit beschäftigen konnte.
Der Gedanke "Motorrad" tauchte schon gelegentlich auf nur wollte ich nicht noch mal meiner Frau
und meinen Kindern so ängstliche Stunden bereiten wie in vergangen Tagen und außerdem hatte sich bei mir
ein gewisses Interesse an der Natur und Umwelt wenn auch nur leicht heraus kristallisiert. Herum heizen
mit einen Motorrad das passte da irgendwie nicht mehr so in die Zeit. Auch beim betanken der Autos hatte
ich ein mulmiges Gefühl was nicht nur an den permanent steigenden Kraftstoff Preisen lag.
Eines Tages aber und es wahr bestimmt nicht mit Absicht bin ich mit beiden Füßen auf die in unseren Bad
stehende Waage getreten der Zeiger hatte keine große Mühe die Hundert zu überschreiten was sicher
auch daran lag das die Waage längere Zeit nicht benutzt wurde und sowie so nicht richtig ging dachte ich zu diesen Zeitpunkt.
Nach einer Inspektion und den Austausch der Batterie bestätigte sich die über Hundert
die nächsten Tage. Kein Grund zur Beunruhigung das Leben ist schön und die vielen lecken Sachen
so ging es noch eine Zeit lang weiter.
Bis ja es ich kannte das Gefühl noch als mir der Verkauf des geliebten Motorrades in den Sinn kam
und sich abermals ein paar Zellen aus der Region des Hirns meldeten die mir den Impuls gaben
das es so nicht weiter gehen kann.
Schließlich wir schreiben das Jahr 2000 und ich mit meinen 35 Jahren hatte doch eine sehr mit Sport
und Spiel bewegte Kindheit und Jugend hinter mir merkt plötzlich das ganz alltägliche Sachen wie Treppen
steigen oder auch mal ein paar Meter mehr laufen nicht so leicht von statten ging wie es eigentlich sein sollen.
Immer noch auf der Suche nach einer Freizeitbeschäftigung erinnerte ich mich wie schön doch mal einer
meiner liebsten Hobbys und Leidenschaften das Laufen und das Radfahren war. Ich weiß nicht mehr genau
ob am selben Tag oder einen Tag später es mussten sofort ein paar schicke Laufschuhe gekauft werden.
Toll sahen sie aus und teuer wahren sie auch und ich fühlte mich auch schon so wie ein echter Freizeit Sportler
nur meine Familie einschließlich der Kinder und Schwiegereltern betrachteten die ganze Idee mit viel Skepsis
und Kopfschütteln. Kommentare gab es natürlich auch die waren alles andere als motivierend was mich
nicht hinderte meinen Plan mit den laufen wieder anzufangen nach so langer Pause in die Tat umzusetzen.
Früher und das ist schon lange her habe ich an vielen Großveranstaltungen wie am Stadtmarathon
oder auch am Rennsteiglauf teilgenommen ich hatte keinen großen Erfolg mal so was zu gewinnen ganz im Gegenteil
aber Spaß gemacht hat es allemal und das Gefühl über die Ziellinie zu laufen, es geschafft zu haben
daran kann ich mich noch sehr gut erinnern.
Das Gefühl wollte ich so gerne noch einmal spüren und ich begann mit dem Training. Die ersten Versuche
so als Läufer gingen nicht so besonders gut wobei mich nicht so sehr mein Körpergewicht störte sondern
eher die Blicke hinter den Gardinen meines Hauses. Zum Glück ist die von mir ausgesuchte Strecke von
unserem Grundstück nur ca.200 m einzusehen den dass wahr dann auch der Zeitpunkt wo ich eine Pause
dringend nötig hatte. Mit 35 und "etwas"  Übergewicht wahr mir schon klar das es nicht so perfekt
und professionell gehen würde aber so schwer habe ich mir das nicht vorgestellt. Nach einigen weiteren
Versuchen musste ich leider einsehen das die Ausgabe für ein paar Schuhe wie sie nur die Profis tragen
für mich nicht angebracht war. Natürlich musste ich jetzt Sprüche über mich ergehen lassen die vielleicht
lustig gemeint waren aber geärgert habe ich mich ganz schön. Mein Plan etwas an meiner Leistungsfähigkeit
zu verbessern wollte ich nicht so einfach aufgeben und die Wage in unserem Bad machte mir immer noch
zu schaffen.
In letzter Zeit so konnte ich beobachten fuhren zum Teil ganz bunt gekleidete Menschen egal ob Mann oder Frau
selbst im fortgeschrittenen Alter mit Fahrrädern durch die Landschaft es sah sehr leicht einfach und chic aus.
Besonderes Augenmerk hatte ich aber für die in allen Farben glänzenden Rennrädern die sich mit einer
für meine Verhältnisse sehr schnellen Geschwindigkeit bewegten. Eine neue Idee reifte in mir.
Nur gab es ein Problem ich konnte mich nicht nach dem Reinfall mit den Schuhen wieder auf solch ein
spontanes Abenteuer einlassen. Der erste Besuch in einen Radgeschäft sozusagen nur mal so zum schauen
brachte mir die Erkenntnis das der Kauf sehr gut durchdacht sein sollte. Die Preise ich konnte es kaum glauben
lagen auf einen Niveau den ich nicht für möglich gehalten hätte.
Es gab Fahrräder für die hätte mal locker einen Gebrauchtwagen bekommen.
Eine zweite Möglichkeit um an ein Rad zu kommen bestand natürlich auch darin etwas preiswerter auf einem
Baumarkt oder Supermarkt nach einem Rad zu schauen. Es wurde nicht lange überlegt und bei einem Preis
der gerade einmal den Gegenwert zweier Tankfühlungen entsprach ein Fahrrad gekauft.

                                                 

                
 

 

 

 

          Hässlicher geht es sicher nicht
          aber das erste Mal eine Gang-
          schaltung und erst die Reifen

 

                                                                              

Ein 26 Zoll Mountainbike, es hatte zwar einen Rahmen der eher einem Damenrad entsprach
aber dafür Reifen mit so einen großen Profil das man durch jedes Gelände ohne Probleme fahren konnte
so stand es in der Anleitung.
Ich war mächtig stolz über meinen Kauf der im übrigen genauso viel gekostet hat wie meine Laufschuhe.
Meine erste Fahrt ging nach dem der Verkäufer mir noch mal alle Schrauben festgezogen hat, nicht mir sondern dem Rad,
aus unseren Supermarkt der im Norden von Leipzig lag direkt nach Hause in unser kleine Siedlung Wiederitzsch.
Schon die Fahrt nach Hause brachte erstaunliches zu Tage nach vielen Jahren ohne auch nur einmal ein Gedanke
an ein so simples und einfaches Gefährt verschwendet zu haben
merkte und spürte ich das ein neues Zeitalter in meinen Leben begann.

            
                     2013 Neu aufgestellte Schilder zur besseren Überschicht

  26.05.1974
 


Leicht schimmernd grün so könnte man die Farbe bezeichnen die es hatte mit dem ich nicht gerechnet hätte
ein eigenes Fahrrad. Ein 20 Zoll Rad mit einen Gelenk in der Mitte des Rahmens ein Klapp Rad also.
Gerechnet habe ich natürlich nicht damit zu meinen neunten Geburtstag ein eigens zu bekommen
ich habe es wirklich nicht gewusst ein Kompliment noch mal an meine Eltern wo sie es auch immer versteckt hatten.
Meine Argumentation die Tage und Wochen vor meine Geburtstag wahren immer die gleichen
"alle in der Klasse haben schon eins nur ich nicht" oder so ähnlich,
den Wunsch nach einen Fahrrad direkt auszusprechen habe ich mir nicht gewagt.
Zu groß wäre die Enttäuschung eine direkt Absage zu erhalten gewesen.

        

    Es ist nicht meins, Original Bilder habe ich     keine mehr aber genau so sah es aus
    mein erstes Fahrad gleiche Farbe
    gleicher Typ. Die Auswahl war ja auch  
    nicht so groß.
  

Wenn man bedenkt das zu dieser Zeit der Wert eines Fahrrades fast dem eines Monatsverdienstes entsprach.
Fahren konnte ich natürlich noch nicht den ich kannte ja niemand der schon eins besessen hätte um es mal zu üben.
Im Prinzip wahr ich jetzt der erste aus meiner Klasse und Freundes Kreises der eins hatte womit ein großes Problem sich mir auftat,
hatte ich doch immer behauptet hatte fahren zu können.
Nach dem der Kuchen verspeist der Kaffee getrunken und meine nette Verwandtschaft sich etwas bewegen wollte
oder auch musste ging es los das Rad im Fahrstuhl nach unten gebracht stand ich nun da und alle schauten auf mich.
Es mangelte nicht an ach so schlauen und Hilfreichen Ratschlägen mir wahr nicht so ganz Geheuer
am liebsten hätte ich das erste Mal ganz alleine geübt ohne die Zuschauer.
Die ersten Meter sahen bestimmt sehr komisch und vor allen Dingen unsicher aus aber ich fiel nicht hin und das stärkte mein Selbstvertrauen.
Ein paar mal fuhr ich hinter unseren Haus die kleine Anliegerstraße entlang und auch die Kurven gelangen mir prächtig
ich spürte die Blicke der anderen förmlich und wahr mächtig stolz auf mich.




                                       
                                                  Erstes gemeinsames Radrennen im Jahr 2013 mit dem Junior hier noch beim Warmfahren


Irgendwann im Jahr 2000
Eine Gangschaltung hatte ich noch nie an einen Fahrrad bedient obwohl es schon seit vielen Jahren Standard ist
und auch die Felgenbremsen einfach genial ich kannte bisher nur den Rücktritt als Bremse.
Zu Hause angekommen interessierte sich erwartungsgemäß keiner für meinen Neuerwerb
ich hatte auch damit gerechnet und mir ist es auch so ganz lieb gewesen ich dachte mir so ist es besser als wenn es wieder
ein paar dumme Sprüche oder Kommentare gegeben hätte.
Erst die nächsten Tage machte ich ein paar kleine Fahrten nicht lang aber dafür regelmäßig die Ortschaft
in der wir seid ein paar Jahren nun schon wohnten schaute ich mir an und eindeckte vieles wo ich bisher mit dem Auto
nur achtlos vorbeigefahren bin.
Im Prinzip fuhr ich wenn es die Zeit so zuließ alle Straßen in der Umgebung ab und kam
so auf mindestens eine Stunde Fahrzeit am Tag natürlich nur bei schönen Wetter und auch nicht regelmäßig
den ich hatte mit meiner Kondition ganz schön zu kämpfen und auch an die Schmerzen meines Allerwertesten musste
ich mich erst gewöhnen.
Gelegentlich so am Wochenende oder wenn ich mal ein paar Tage frei hatte wagte ich mich auch schon mal
in mir bis jetzt unbekanntes Gebiet.
Im Norden von Leipzig wenn man die Stadtgrenze verlässt ist es nicht gerade erholsam es gibt viele Großbaustellen
der neue Flughafen, die Messe und die völlig über dimensionierten Gewerbe Gebiete
wo zwar die Straßen gebaut werden aber Firmen welche man sich hofft die sich ansiedeln würden fehlen.
Ja in Leipzig und Umgebung hat man schon immer etwas größer gedacht was die Bauerei betrifft
den Bezug zur Realität nicht richtig eingeschätzt bzw. sich überschätzt.
Das radeln machte aber immer mehr Spaß den es gab noch etwas sehr Interessantes was ich entdeckt hatte
zu erkunden dazu muss ich erwähnen die Trostlosigkeit des Nordens lag auch darin begründet
durch die vielen Tage Baubetriebe die in den letzten einhundert Jahren entstanden sind und mit dem Ende der DDR
nicht mehr Wirtschaftlich wahren genau diese Mondlandschaften sollten in Blühende Landschaften umgewandelt werden.
Große Werbeschilder und auch immer wieder mal ein kleiner Artikel in der regionalen Tageszeitung kündeten dieses Ereignis an.

 

                                        Der Schaufelradbagger SRs 6300
       war eines der größten seiner Art
       in der Welt. Der Bagger hatte ein
       Gewicht von 6500 Tonnen, eine 
       Länge von 144 Metern und eine
       Höhe von 64 Metern.
       Seine Tagesleistung betrug mehr
       als 200000 m3
       

                                                 

        Die Bauzeit des Baggers 1987 bis1989   
        und nach nur 6 Monaten Probebetrieb
        erfolgte die Sprengung am 29.11.1996

           


Für einen Radler und Vorstadt Abenteuerer wie mich genau das richtige Gelände um die Reifen mit ihren grobstolligen Profil zu testen.
Die Baustellen wenn man sie so bezeichnen würde hatten einen Umfang von einem gigantischen Ausmaß nur die Umrundung
des nächstgelegenen Tagebaus betrug ca.30 Kilometer und es machte einen riesigen Spaß direkt dadurch zu fahren.
Straßen gab es keine nur Wege auf denen sich schwere Lkws ihren Weg bahnten zum Teil konnte ich nur zu Fuß mit meinen Rad
weiter kommen und mit der Rücksicht der Fahrer konnte ich ja auch nicht rechnen zu mal es streng verboten wahr dieses Gebiet
zu betreten geschweige den mit einen Rad ich machte auch beim annähern von den Lkws immer Platz
und aus machen Bemerkungen der Fahrer mit anschließenden Vogel zeigen wurde mit der Zeit ein nettes nicken
ich glaube sie hatten sich alle an diesen verrückten gewöhnt.
Ich kann mich nicht erinnern das zu dieser Zeit mal ein anderer Verrückter meinen Weg gekreuzt hätte.
Im Prinzip muss ich also der erste Tourist im zukünftigen Naherholungsgebiet gewesen sein.
In ein paar Jahren soll ja aus dieser Mondlandschaft, und so sah es dort wirklich aus, eine große Seen Landschaft entstehen
mit Hafen, Badestränden und so weiter für mich zu diesen Zeitpunkt noch unvorstellbar.
Wobei ich doch schon die Umrisse der künftigen Seen erahnen konnte es wurde auch mit der Flutung begonnen
jedenfalls gab es ganz unten in den Löchern schon Wasser zu sehen.
An manchen Stellen konnte man einfach nicht weiter fahren nicht weil die Strecke so schlecht war.
Nein der Ausblick hat einen so fasziniert und in Atem gehalten kaum vorstellbar das diese unwirkliche Umgebung
von Menschenhand geschaffen wurde es ging dreißig bis fünfzig Meter in die Tiefe und im selben Moment wieder nach oben
dazwischen kam ich mir mehr als klein vor.
Das die ganze Sache auch ein großes Risiko barg wahr mir nur im Unterbewusstsein klar.
Es geschah auch das große Teile der Böschungen einfach so abbrachen aber der Anblick fesselte mich
und so fuhr ich immer mal wieder die Strecken ab um zu schauen ob es was Neues zu entdecken gab.
Ein anderer Punkt und für mich und auch Interessant die großen und alten Abraumbagger die ich zwar schon in Zeitschriften
und Fernsehen bewundert habe aber so aus der Nähe noch nie zu Gesicht bekommen habe
riesige Monster aus Stahl ein paar hundert Meter lang schwarz und unheimlich stehen sie da wie ein paar vergessene Saurier

aus vergangenen Zeiten von der Nähe betrachtet konnte ich mir nicht so recht vorstellen das sich diese Ungetüme einmal
in ihren Leben bewegt haben und diese hässlich, bizarre und zu gleich schön schöne Landschaft geformt haben.
Eine Einzige Schaufel ist so groß das ein paar Fahrräder darinnen Platz hätten.
Mit meinen Fahrrad dazwischen merkte ich die Winzigkeit von mir selber und was möglich ist
mit der entsprechenden Technik aus der Natur zu machen
um so näher ich darüber grübelte um so mehr machte es mir auch Angst.

                                                                               

           Das 17 Meter hohe und ca. 190 Tonnen schwere
           Schaufelrad steht heute in einem kleinen Technikpark
           in der Nähe von Bereitenfeld bei Leipzig

        So etwas nenne ich "unplattbar"
        Fahrwerksraupe des Baggers ca. 85 Tonnen
        und ist ebenfalls noch zu besichtigen

Vorstellen das hier einmal Badeseen entstehen das konnte ich mir beim besten Willen noch nicht
und sämtliche Bauvorhaben die ich so beobachtete ergaben keinen Sinn. Den die vielen großen Laster
fuhren das Erdreich immer nur von der einen Seite auf die andere und wieder zurück.
Manchmal wurde ein großer Graben ausgebaggert bestimmt ein Kilometer lang einen halben breit
und vielleicht 30 Meter tief.
Es sammelte sich schnell Wasser darin und dann wurde er schon wieder zugeschüttet
so sah es jedenfalls für mich als Laien aus vollkommen unlogisch, die leitenden Personen
werden es schon nach einen bestimmten Plan oder Prinzip gemacht haben.
Den solche gigantischen Maßnahmen und Eingriffe in die Natur werden bestimmt von langer Hand vorbereitet
dachte ich mir so vorstellen wie`s am Ende mal aussehen könnte das wahr mir zu diesen Zeitpunkt
noch nicht möglich. Über so etwas hatte ich mir auch noch nie Gedanken gemacht.
Wenn ich mit Leuten vor Ort ins Gespräch kam die auf der Baustelle arbeiteten und sie darauf ansprach
was sie hier eigentlich machten hatten sie keine so richtige Antwort.
Sie wussten zwar so in großen und ganzen das sie einen Tagebau sanieren
wie mal alles werden sollte wenn es fertig ist das wussten sie nicht.
Einmal erzählte mir ein Fahrer in einer kleinen Baubude wo es immer leckeren Kaffee gab
das er hoffe das die Sanierung noch viele Jahre so weiter gehe er hatte Angst um seinen Arbeitsplatz
rechnete aber noch mit mindestens 15 Jahren bis mal alles fertig ist. 
Ich versuchte ihn zu erklären das ich gehört habe das mit denn 15 Jahren könne nicht sein
und das es auf jeden Fall schneller gehen soll aber vorstellen wollte oder konnte er es sich auch nicht.
Im Winter muss sich auf dieser riesigen Baustelle zwischen Leipzig und Delitzsch einiges getan haben
den als ich nach ein paar Monaten im Frühjahr 2001 mal wieder einen Abstecher machte
traute ich meinen Augen kaum man konnte schon ganz deutlich die Konturen
der zukünftigen Seen erkennen.
Der gestiegene Wasserstand machte es zum Teil unmöglich die mir bekannten Strecken
zu fahren einige Wege, sie machten mir im Herbst vorigen Jahres noch besonders viel Spaß
endeten einfach im Wasser.
Die Hügel auf der einen Seite sind zu einen großen Berg geworden und wer jetzt lacht über großen Berg
der muss wissen hier in der Leipziger Tieflandsbucht ist alles ein Berg was höher ist wie 50 Meter.
Selbst wenn ich mit den Fahrrad aus Leipzig Richtung Tagebau fahre und die Autobahn überquere
ist die Brücke schon für mich ein Berg.
Ich habe immer sehr viel Mühe da hoch zu kommen aber die Freude die andere Seite wieder hinunter zu brausen
ist es mir alle mal wert. Und genau für diesen Zweck habe ich über den Winter einen Tacho an mein geliebtes Rad gebaut.
Nicht so sehr um die gefahrenen Kilometer zu zählen nein mir machte es riesigen Spaß,
immer schnellere Geschwindigkeiten zu fahren.
An manchen Tagen wenn der Wind günstig stand probierte ich es sogar mehrere Male hintereinander aus
immer auf der Jagt nach einen neuen Rekord. 50 kmh zeigte er mir mit viel Glück an
und ich fühlte mich wie ein richtiger Radrennfahrer.
Ja wobei den Gedanken an ein Rennrad den hatte ich natürlich immer noch nur.
Bin ich doch durch beobachten genau dieser Spezies zu den Schluss gekommen das
das für mich mit meinen Gewicht und Trainingszustand was ich zur Zeit hatte noch nichts ist.
Die vielen Fahrten meistens nicht auf schön Asphaltierten Straßen bereiteten mir große Mühe
mein Rad technisch am Laufen zu halten.
Im Prinzip ging so gut wie gar nichts mehr nach jeder Benutzung hatte ich eine Mechaniker Stunde
in der Garage einzulegen um es wieder für die nächste Fahrt vorzubereiten.
Einige Sachen gingen überhaupt nicht mehr zu reparieren der Stahlrahmen
durch einige Stürze etwas lädiert die Gewinde der Bremsenbefestigung fast abgebrochen
die Gangschaltung und vieles mehr.
Es neigte sich das Ende des Rades zu und außerdem es wahr schlicht hässlich.
Es machte mich auch nicht so traurig wahr es doch das preiswerteste Modell
was ich mir vor einen Jahr gekauft hatte.
Ein richtiges Rad zu besitzen geisterte mir schon eine Weile durch denn Kopf.
Durch geschickte Argumentation hatte ich es schon einmal im Leben zu einem meinen ersten Rad gebracht
und genau diese Taktik benutzte ich bei meiner Familie bei sich mir jeder passenden Gelegenheit.
Den großes Interesse für Sport und die damit verbundenen finanziellen Ausgaben hatte keiner.
Um so überraschter bin ich gewesen als meine Frau so ganz nebenbei zu mir sagte 
kauf dir mal ein neues Fahrrad mein derzeitiges sei in ihren Augen einfach nur peinlich.
Der Zustand wahr auch so da hatte sie schon recht nur ein neues was mir so vorschwebte
hatte fast den Gegenwert eines Monatsverdienstes.
Nach den Besuch einiger wenn nicht sogar aller renommierten Bikedialer der Region
entschied ich mich für ein 26 Zoll Mountainbike der Firma "Giant" ein XTC 840 mit 24 Gang-Kettenschaltung
und zwei Hydraulischen Scheibenbremsen in den Farben Blau ins Weise übergehend ein Traum eines jeden Bikers.
Ein alteingesessenes Radgeschäft in Leipzig "Fahrrad Preisser" viele werden es kennen,
machte den Kauf schon zum Erlebnis.
Eine Beratung wie sonst nur in einen Autohaus üblich ist mit Probe fahren und so weiter.
Da ich von Natur aus ein sparsamer wenn nicht gleich ein geiziger Mensch bin
und ich mir immer alles sehr lange durch harte Arbeit erarbeiten musste überlegte ich schon
ob der Kauf jetzt sinnvoll wäre.
Aber beim näheren nachdenken zerstreuten sich die Zweifel schnell
und 1600 DM nach heutigen Geld ca.800 Euro wechselten den Besitzer.

 

                    Mein erstes richtiges Rad bis jetzt
            bin ich nur gerne Rad gefahren ab
            sofort wurde aber eine Leidenschaft
            daraus.
                                                   
                         Giant 840 XTC 26 Zoll  

Die Fahrt nach Hause ist an sich schon ein Erlebnis gewesen mit einen kleinen Umweg über das neue Messegelände
zeigten sich sogar bei der Ankunft meine restlichen Familienmitglieder begeistert das ein Rad so schön aussehen kann
hatten sie nicht vermutet von den technischen Raffinessen ganz zu schweigen.
Nur mit größter Mühe konnte ich meinen Sohn davor abhalten es sogleich mal im "richtigen" Gelände zu testen.
Meine Hoffnung keimte ein wenig auf doch vielleicht immer mal eine Begleitung bei einer meiner Touren zu finden.
Die ersten Fahrten gingen natürlich nicht in unwegsames Gelände zu groß die Gefahr durch einen Sturz etwas kaputt zu machen.
Schon etwas Dreck hat mich fast zur Verzweiflung gebracht so putzte ich bestimmt genau so lange wie ich gefahren bin
und als weiterer Punkt kam hinzu das der Rahmen aus Aluminium hergestellt das Rad an sich sehr leicht machte.
Bestimmt wog mein altes doppelt so viel nur hatte ich noch nicht so das Vertrauen in diese neue Leichtbautechnik gefunden.
Es folgten viele schöne Touren über den Sommer verteilt und die Entfernungen die ich so zurücklegte sind mit der Zeit
auch größer geworden so kam es immer mal wieder vor das am Ende der Tacho um die siebzig Kilometer anzeigte.
Ein Neuer Plan reifte in mir die Einhundert am Stück das muss doch zu schaffen sein.
Und nach dem ich mir eine Strecke ausgesucht hatte setzte ich dies im Spätherbst in die Tat um.
Es sollte nach Bitterfeld gehen zum Muldestausee. Nachdem mich alle mal wieder für Verrückt erklärt hatten
fuhr ich die Strecke ab so als habe ich bis jetzt nichts anderes gemacht am Ende hatte ich sagenhafte
Einhundertundsieben Kilometer geradeld ich wahr mächtig stolz auf die Leistung nur interessierte das keinen
was mir aber auch schnurzegal wahr.
Das die vielen Fahrten nicht so spurlos an mir vorüber gingen merkte ich schon an meiner Leistungsfähigkeit
vieles ging leichter Treppen steigen alles kein Problem mehr und zu meiner Wagge im Bad hatte ich auch ein besseres
Verhältnis aufgebaut sie zu mir sicher auch jeden falls zeigte sie dies mir mit immer kleiner werdenden Zahlen
was natürlich ein großer Ansporn wahr noch mehr zu fahren.

               
                      
                   Vor der Sanierung eines Tagebaus     Und ein paar Jahre später die gleiche Stelle

   Sommer 1974
 

Nach dem ich meine Schule jeden Tag hinter mir hatte was so am zeitigen Nachmittag gewesen sein muss eilte ich sehr schnell nach Hause
und holte mit oder ohne Genehmigung meiner Eltern das Rad aus dem Keller um ein paar Runden in der Innenstadt von Leipzig zu drehen.
Der Sachsenplatz ich wohnt direkt dort, mit seinen vielen kleinen Blumenrabatten und Springbrunnen bot sich als Trainingsgelände
nahezu an der ganze Platz wahr in verschiedenen Ebenen angelegt die miteinander mit kleinen Treppen verbunden waren.
Das fahren an sich klappte schon perfekt der besondere Reiz lag darin die Treppen der einzelnen Terrassen mit dem Rad zu meistern.
Ob hoch oder runder das spielte keine Rolle jedes einzelne bauliche Element wurde so lang geübt bis es so halbwegs klappte.
Mittlerweile hatten auch andere Kinder die ich so aus der Schule oder aus unseren Haus kannte es geschafft
an ein für die damalige Zeit so wichtigstes Prestigeobjekt wie ein eigenes Fahrrad zu kommen.
Was den Spaß gemeinsam zu fahren noch erhöhte im Prinzip ging es immer nur darum wer kann schneller fahren
wer vollbringt die größten Kunststückchen.
Es kam auch vor das ich mich besonders hervor tun wollte schließlich so schätzte ich mich ein beherrschte ich das fahren
an sich am besten von allen.
Mit dem Rad im Springbrunnen eine Rund drehen oder durch die halbe Innenstadt nur auf dem Hinterrad.
Ein besonderer Spaß bereitete mir auch die kleinen Passagen in der Stadt dort machte es auch große Laune aber nur
wenn sich wer darüber aufregte versteht sich und so wurden sich immer verrücktere Sachen ausgedacht.
Eine Runde durch die Nikolaikirche während des Gottesdienstes lief eher enttäuschend es gab keine Kommentare
der Anwesenden keiner der uns beachtet hätte und das nach so langer und gewissenhafter Planung.
Einige Male schauten wir uns die Kirche zu Fuß von innen an machten uns aus wer wo lang fährt und ob es überhaupt möglich ist
so eine schwachsinnige Idee in die Tat umzusetzen.
Sicher auch als Mutprobe gedacht durfte ich da auf keinen Fall fehlen.
An einen Tag im Spätherbst sollte es so weit sein ich weiß nicht mehr wie viele wir wahren aber so um die sechs oder sieben Kinder
schoben wir doch unser Räder die große Eingangstür hinein um dann schnell bis zur Kanzel nach vorne zu fahren
zu drehen und um wieder zu verschwinden dabei wurde mit der Klingen so viel Krach wie möglich fabriziert.
Nach dem wir uns an unseren vereinbarten Treffpunkt alle wieder getroffen hatten erzählten wir ganz aufgeregt
von denn so eben erlebten Ereignissen.
Glück ist sicher auch mit im Spiel gewesen das keiner auf dem glatten Boden der Kirche gestützt ist den sonst hätte es sicher
eine Reaktion der anwesenden Besucher gegeben.
Die besten Kunststücke auf den Rad. Heute würde man Stunt dazu sagen nur gab es das Wort damals noch nicht,
kamen ohne Zweifel von mir nur lag das nicht an der überragenden Fahrweise sondern eher in meiner Dummheit.
Den mein gar nicht so altes Rad befand sich in einen erbärmlichen Zustand bedingt durch die vielen Stürze
sowie den allgemeinen Umgang mit meinen gar nicht so alten Geburtstags Geschenk.
Die Räder meiner Freunde sahen dagegen noch wie neu aus und so musste kommen was kommen musste.
Bei einem kleinen Sprung über einen Treppenabsatz veränderte sich plötzlich die gesamte Struktur des Rades
bedingt durch einen Bruch des Rahmens genau an der Stelle wo in der Mitte ein Gelenk zum zusammenfalten eingeschweißt wahr.
Die nächsten Tage viel es schon zu Hause auf das ich so gar keine Lust verspürte die Wohnung zu verlassen
nur traute ich mir nicht zu beichten ich hatte in einer gewissen Art Angst vor den Konsequenzen
und außerdem ich gebe es zu hab ich mich auch sehr geschämt wusste ich doch über den Materiellen Wert zur damaligen Zeit Bescheid.
Eines Morgens ein günstiger Zeitpunkt den alle hatten gut Laune erzählte ich es doch und die Reaktion
nach der Besichtigung meiner Eltern viel sehr überraschend aus es gab kein Meckern keine Sanktionen
nicht mal eine Belehrung einfach nichts.
Der Grund dafür lag einfach darin das der Bruch genau an einer Schweißnaht aufgetreten ist.
Und so wurde es einfach und schnell zur Garantie Sache erklärt.
Irgend wie es dauerte ein paar Wochen stand plötzlich ein neues Rad da genau in den Farben wie das erste
ich war überglücklich und hab mir geschworen nie wieder so einen Mist zu machen und sehr genau auf zu passen
das ja nichts kaputt geht mindestens einmal in der Woche wurde geputzt der neue Zustand
sollte für immer erhalten bleiben.
Im Nachhinein betrachtet war es eine sehr gute Lektion, ich hatte noch einmal Glück gehabt
und für mein weiteres Leben einiges daraus gelernt.
Die Benutzung lag in der nächsten Zeit hauptsächlich darin mit Hilfe des Rades auf Erkundung zu gehen.
Meine Touren weitete ich immer weiter aus, natürlich durfte das keiner wissen bewegte ich mich doch schon
über die Grenze welche ich einzuhalten hatte.
Von unseren Wohnort in der Innenstadt fuhr ich in alle Richtungen aus der Stadt so weit wie ich mir es mir traute
drehte irgendwo, um die andere Seite der Straße wieder Heim zu fahren.
Als Anhaltspunkt dienten die Straßenbahn Haltestellen mit ihren Nummern daran.
So konnte man sich gut orientierten ohne sich zu verlaufen bzw. natürlich zu verfahren.
So langsam begriff ich das ein Fahrrad mehr ist als nur ein simples Gefährt um Spaß zu haben
oder sich von einem Punkt zum anderen zu bewegen ein Fahrrad wahr mehr es bedeutete Abenteuer und Freiheit.
Die Entdeckung der Stadt lief in vollen Gang die Entfernungen wurden größer und größer und mit System fuhr ich die Hauptstraßen
aus der Innenstadt von Leipzig aus in allen Himmelsrichtungen bis zum Stadtrand und zurück.
In unserer Familie wahr es mit der Freizeitbeschäftigung nicht so gut bestellt wenn ich sage wir unternahmen wenig
dann ist das noch sehr stark übertrieben im Prinzip gab es keine gemeinsamen Aktivitäten außer Fernsehen und Essen.
So entdeckte ich eines Tages, es regnete bestimmt, auch die Tageszeitung für mich.
Konnte man doch darin von wichtigen Ereignissen in der Stadt lesen was mich wiederum zu neuen Touren animierte.
Ziele konnten alles sein was mir in irgendeiner weise interessant vorkamen Sehenswürdigkeiten, Baustellen oder Volksfeste
ich suchte mir gezielt aus wo und was ich mir anschauen wollte.
Mein bisheriges Lebensumfeld lag in der Innenstadt aber nun hatte ich ganz Leipzig erobert glaubte ich zu diesem Zeitpunkt.
Der Winter ist eine Jahreszeit der sicher auch die eine oder andere Freude bereiten kann.
Nur mir machte er keinen so rechten Spaß konnte ich doch nicht weiter die Welt erkunden.
Was mir auch keinen so rechten Spaß bereitet hat ist die Schule bis auf das Fach Geographie.
Plötzlich und auch für meine Lehrerin vollkommen unerwartet gab es nur noch gute Noten die Mitarbeit
hat ihr so prächtig gefallen das sie mich mit neuen Kartenmaterial versorgte was mit meinen gesteigerten Interesse
an Stadtplänen und Landkarten im Zusammenhang stand.
Wo auch immer ich welche bekam egal von welcher Region machte ich mich darüber um möglichst alles auswendig zu lernen.
Länder; Städte, Flüsse, Gebirge einfach alles und die besten Karten wahren natürlich die wo Straßen eingezeichnet wahren
und genau diese Karten studierte ich so oft es nur ging plante ich doch für das nächste Jahr so meine Radtouren.
In der Schule hatte ich natürlich auch noch eine zweite Lehrerin zur Freundin sie unterrichtete Sport
ein Fach was mir ganz gut gefallen hat wo ich mich auch nicht sonderlich anstrengen musste
um immer mal zu den Auserwählten zu gehören mitzufahren zu dürfen wenn es darum geht die Schule
bei Sportvergleichen zu vertreten.
Da ich eigentlich sonst nie die Möglichkeit besaß außer ein Mal im Jahr Urlaub mit Familie die Stadt zu verlassen
genoss ich natürlich diese Veranstaltungen besonders.
Lernte ich doch Umgebungen kennen die ich bisher nur aus meinem Kartenstudium her kannte.
Alle Ziele soweit sie mir bekannt waren schaute ich mir auf meinen Karten vorher genau an
auch die Fahrstrecke prägte ich mir so ein.
Zug und Busverbindungen und die Straßen die wir benutzten hatte ich im Kopf und konnte
mit meinen Wissen natürlich für den einen oder anderen aha Effekt sorgen.

                                                    
                                                                 Bilck auf den Sporthafen am Schladitzer See /  Aufnahme im Sommer 2010 

Die nächsten Jahre versuchte ich so viel wie möglich Rad zu fahren und im Allgemeinen Sport zu machen.
Den einen Nachteil verspürte ich auf keinen Fall es entwickelte sich sogar zum Vorteil für mich.
Und gerne hätte ich noch etwas mehr getan nur die liebe Zeit reichte einfach nicht aus um meine Aktivitäten
noch ein wenig auszuweiten.
So benutze ich das Rad immer Mal um meine Arbeitsstelle zu erreichen was von den Kollegen mit Kopfschütteln bekundet wurde.
Der Weg zur Firma betrug zwar nur 5 Kilometer nur dehnte ich diese Fahrten bis auf 20 Kilometer aus.
D
as Auto blieb immer länger unbenutzt stehen was einen Positiven Neben Effekt bewirkte.
Die immer weiter steigenden Benzinkosten worüber alle so klagten bei mir gingen sie bis auf ein Minimum zurück.
Der Tagebau bzw. was davon noch übrig blieb ist auch weiter hin eins meiner beliebtesten Ziele der Jahre gewesen.
Die ersten Asphaltierten Wege sind fertig gestellt die Konturen der Seen konnte man ganz deutlich erkennen ja sogar
die Namen der zukünftigen Seen standen schon fest Schladitzer See,Werbeliner See und noch ein paar kleinere deren Namen
ich noch nicht kannte.
Das das Fahren dort so richtig Spaß machte bemerkte ich nicht alleine den es begegneten mir immer mal ein paar andere Biker
die ebenfalls dort ihre Runden drehten.
Auf dem ganzen Gelände und an allen Zufahrtsstraßen standen natürlich Schilder mit der Aufschrift "Betreten Verboten"
fahren wahr damit natürlich auch gemeint nur interessierte mich das nicht sonderlich wahr ich doch die ganzen Jahre geduldet
und außerdem so lang wie ich dort schon rumkurvte fühlte ich mich ein wenig wie der Hausherr der Baustelle.
Das mit dem Hausherrn sahen plötzlich und vollkommen unerwartet andere ein wenig anders.
Ein Wachdienst bewaffnet mit Geländegängigen Fahrzeugen versuchte Tag und Nacht mit sehr großem Ehrgeiz
das gesamte Gebiet von nicht berechtigten Personen fernzuhalten. Was natürlich den Reiz noch ein wenig verstärkte
dort ein wenig rumzufahren.
Es gab die eine oder andere Verfolgung aber Dank meines Wissens um die Beschaffenheit
der einzelnen Straßen und Wege konnte ich mich jedes mal geschickt aus der Affäre ziehen.
Ja manchmal bin ich extra so gefahren das er mich sehen musste nur um dann wieder zu flüchten,
für mich ein großer Spaß aus diesen Rennen als Sieger hervor zugehen.
Ich versuchte das Radfahren weiter zu perfektionieren und mich auch bei schlechtem Wetter oder gar im Winter
hauptsächlich mit dem Rad fortzubewegen.
Ich kaufte mir die eine oder andere Radfahrbekleidung was das fahren auch bei Regen oder sogar im kalten Winter
ermöglichte.
Einmal getragen möchte man diese Speziellen Funktionssport Sachen nicht mehr missen.
Ja mehr noch man gewöhnt sich sehr schnell daran und kann sich nicht vorstellen jemals wieder etwas anders
bei einer sportlichen Tätigkeit zu tragen.
Auch am Rad führte ich die eine oder andere kleine Veränderung durch wie zum Beispiel die Übersetzung
die ich meinen Bedürfnissen anpasste oder das aufziehen von guten Reifen.
Und wer selber viel Rad fährt der weiß was ich meine mit guten Reifen.
Das wichtigste Detail aber ist besonders wenn man viel fährt der Sattel. Nicht nur die genaue Einstellung
sondern auch die Beschaffenheit ist mit einer der wichtigsten Kriterien ob Radfahren zur Freude oder zur Qual wird.
Für mich zu dieser Zeit gab es nichts Schöneres als mit dem Fahrrad die Stadt zu verlassen
und durch schöne Landschaften zu fahren. Die Natur zu genießen und das zu jeder Jahreszeit.
Genau so gerne versuchte ich immer wieder neue Ziele und Strecken zu erkunden.
Ich entdeckte viele schöne Interessante Gebiete die mir eine wahre Freude bereiteten da durch zu fahren.
Aber es gab auch Regionen wo ich feststellen musste das die Zeit stehen geblieben ist. Man konnte es manchmal kaum glauben
was man so, wenn man sich mal etwas abseits der großen Straßen bewegte zu Gesicht bekam.
Besonders Negativ viel mir immer wieder auf wenn ich die Landesgrenze von Sachsen nach Sachsenanhalt überquerte
sich schlagartig der Straßenbelag verschlechterte.
Es gab so gut wie keine Baumaßnahmen alte verfallene Gewerbe Ansiedlungen
die sicher noch aus DDR Zeiten übrig waren gammeln so vor sich hin oder wurden als illegale Müllhalden missbraucht.
Zu meiner Arbeitsstelle bin ich ausschließlich mit dem Rad gefahren, man hatte sich mittlerweile daran gewöhnt.
Ja andere versuchten es zu meiner Verwunderung auch nur hatte es bei denen mit dem dramatischen Anstieg der Benzin Preise
zu tun und nicht wie bei mir mit dem Gedanken den ich in meinen Hinterkopf hatte. Den Körper zu trainieren um vielleicht doch noch
den Kauf eines Rennrades zu verwirklichen.
Im Jahr 2004 machte ich mir schon mal ein paar mehr Gedanken über das Training über den Umgang mit meinen Körper
ich versuchte mir Informationen aus verschiedenen Quellen zu holen wobei sich das Internet mit seinen vielen Foren geradezu anbot.
Schnell konnte man in Kontakt treten mit Leuten aus der ganzen Welt die in meinen Alter waren und die die selben Ansichten vertraten.
So gelang es mir auch nette Menschen zu treffen die ganz in meiner Nähe wohnten man konnte sich verabreden
und gegenseitig mit so allerlei wichtigen und unwichtigen Tipps versorgen die das gemeinsame Hobby betraf.
Es gab einige schöne Ausfahrten gemeinsam ja mehr noch es entwickelte sich ein großer loser Freundeskreis
wo jeder wie er Lust und Zeit hatte an gemeinsamen Ausfahrten teilnahm.
Jeder wer dazu Lust hatte organisierte solche Fahrten und es gelang somit immer wieder neue Regionen kennenzulernen
wobei ich mich natürlich mit meinen bisherigen Tagebau und zukünftigen Naherholungsgebiet nicht verstecken brauchte.
Nicht nur bei schönem Wetter auch an trüben Tagen versammelten sich immer mehr Rad begeisterte
um einfach nur das gemeinsame Hobby zu frönen.
Dabei stellte ich fest dass sich auch viel jüngere Biker mit zum Teil sehr gut durch trainierten Körper dazu gesellten
und so konnte ich genau meine Leistungsfähigkeit bewerten.
Es war keine Seltenheit das sich zehn oder noch mehr Leute zu einen Tagesausflug verabredeten und vom Leistungssportler
mit "Tour de Fance" Erfahrung bis zum über siebzig Jährigen alles dabei war.
Und genau über diese Älteren Teilnehmer solcher Veranstaltungen staunte ich immer wieder wünschte ich mir doch auch
im Alter noch so rüstig und fit zu sein. Ich sah somit im alltäglichen Sport den ich betrieb wiederum eine Bestätigung
dass ich mich auf einen richtigen Weg befand.
Da ich es nicht übertreiben wollte mit dem Training, den man kann auch viel verkehrt machen, stellte ich mir ganz realistische Ziele
für die nächste Zeit ja sogar für die nächsten Jahre.
So wollte ich auf jeden Fall mein erreichtes Gewicht was sich auf 80kg reduziert hatte halten und nie wieder auf meiner Wage
etwas dreistelliges sehen.
Auch von den Kilometern die ich so im Jahr fuhr hatte ich ganz konkrete Vorstellungen.
So sollten es in zehn Jahren über vierzig Tausend Kilometer sein was in ca. einer Erdumrundung am Äquator entsprach.
Für diesen Zweck bastelte ich mir am Computer eine Zehnjahres Tabelle wo ich jeden Monat meine gefahrenen Kilometer
eintragen konnte.
Im ersten Jahr schaffte ich mit meiner Motivationtabelle, wie ich sie nannte, 4133 km.
Auf die zehn Jahre ausgelegt hatte ich doch mein Ziel für das Jahr 2004 erreicht.
Im darauf folgenden Jahr konnte ich da schon 4569 km in meine Tabelle eintragen womit ich wieder ganz gut
in den mir auferlegten Ziel wahr ja mehr noch es waren wieder ein paar Kilometer mehr. 

       
      Motivations Tabelle 

Ein Ansporn ist es schon wenn man sich ein Ziel setzt und es versucht konsequent umzusetzen. 
Als Motivation hat sich das mit den Monatlichen Eintragungen sehr gut gemacht ich.
Es geht aber noch ein wenig mehr und steigern kann man sich immer noch etwas was die Devise für mich im folgenden Jahr sein sollte.
Ich versuchte schon in der kalten Jahreszeit ein beachtliches Trainingsprogramm zu fahren schon im Januar zum Neujahrstag
mache ich bei kalten Temperaturen eine große Runde was sich über das Jahr weiter fortsetzte mit dem Resultat von
sagenhaften 711 Kilometern die ich im September in meine Tabelle eintragen konnte.
An einem Tag, es wahr ein sehr schön sonniger auch schon etwas kalter und vor allen Dingen ein sehr windiger Tag im Oktober
konnte ich meinen Sohn zu einer gemeinsamen Radtour überzeugen wobei das mit Radtour doch etwas untertrieben gemeint wahr.
Wenn sich Sohn und Vater zum gemeinsamen Sport verabreden geht es doch schnell um die Sache an sich.
Was kann ich schon bzw. was kann ich noch wobei natürlich das Wörtchen "noch" auf mich bezogen ist.
Schon die ersten Meter machte mein Trainings Partner mir klar wer der Berufssportler ist und das sagen hat.
Als 15 jähriger Schüler eines Sport Gymnasium Mitglied der Deutschen National Mannschaft im Wasserspringen
und mit einigen Deutschen Meistertiteln versehen fuhren wir nein wir bretterten von zu Hause los durch unsere kleine Gemeinde
nach Richtung Norden.
Nicht mal die Ampel nach ca. zwei Kilometern die ich sonst verflucht hatte weil sie immer Rot zeigte wenn sie mich sah
wollte mir ein wenig Erholung gönnen sie strahlte förmlich in leuchtenden Grün als sie mich mit heraus hängender Zunge erblickte.
So ging die Fahrt weiter Richtung Delitzsch auf der Landstraße wobei ich den Berg über die Autobahn nur ganz knapp überlebt habe.
Auch nach der Autobahn Überquerung ging es mit immer schneller werdendem Tempo weiter wobei der starke Wind von hinten
mich in bis dahin unbekannte Geschwindigkeitsbereiche trieb.
Ich machte mir so meine Gedanken ob ich den nun wirklich schon so ein alter Mann geworden bin kam aber zu den Entschluss
das mein durchhängen mit dem perfekt durchtrainierten Körper meines Sohnes nicht mehr mithalten konnte.
Ich dachte sogar darüber nach wie ich die Fahrt beenden könnte. Oder vielleicht durch vortäuschen einer Panne
zu einer Pause gelangen könnte. Nach dem die Seen Landschaft erreicht wahr konnte ich mit einem Trick meinen Sohn
von seiner wilden Fahrt dies eine oder andere Mal zum Anhalten überreden indem ich ihn irgendwelche wichtigen
oder auch unwichtigen Dinge über dem ehemaligen Tagebau erzählte.
Nach ein paar von mir so arrangierten Pausen merkte ich schon das die Geschwindigkeit etwas rückläufig ging
und mir nun auch die Ehre erteilt wurde mal vorne im Wind zu fahren.
Natürlich gab keiner zu das es sich längst nicht mehr um einen Ausflug handelte sondern eher um ein Rennen.
Mit einer nicht gerade leichten Brise Rückenwind, der Tacho zeigte nie unter 40 km/h, sahen wir am Horizont ein paar andere Radler
die es natürlich galt einzuholen.
Nach dem ich so das leichte Gefühl hatte das ich immer öfter vorne fuhr ist der Anreiz natürlich noch ein wenig gestiegen
an die beiden vor uns fahrenden heran zu kommen.
Gesprochen hat keiner von uns ein Wort es ging sicher auch nicht, der Puls lag bestimmt knapp an der 200 und der Abstand
nach vorne verringerte sich immer mehr. Es wahren vielleicht noch fünfzig Meter und wir sollten es geschafft haben
in ihren Windschatten zu kommen wurden wir natürlich von den beiden entdeckt.
Was zur Folge hatte das man sich ja unmöglich von zwei Leuten mit Mountainbike Rädern einholen lassen kann.
Auf ihren schmalen Reifen und schicken Rennrädern gaben sie auch ein wenig mehr Druck aufs Pedal
womit das Rennen jetzt erst richtig eröffnet war. Vielleicht ein paar Minuten oder auch nur Sekunden,
ich hatte jegliches Zeit Gefühl verloren versuchten wir nun auch noch ein wenig schneller zu fahren um das Ziel
die beiden Radler zu erreichen. Mittlerweile, wir befanden uns ja auf einem Rundkurs um den Werbeliner See,
kam der Wind nicht mehr ganz von hinten sondern so leicht von der Seite und ich hatte das Gefühl das der Abstand sich nicht
unbedingt veränderte. Merkte ich schon das mein Sohnemann immer mal eine Lücke lies er konnte die Geschwindigkeit
nur noch mit größter Anstrengung halten und es sollte noch schlimmer kommen den der Weg machte in schon
erkennbarer Entfernung eine nicht gerade leichte links Kurve. Was zur Bedeutung hatte das der Wind brutal von vorne
auf uns einschlagen würde und das alles nach dem wir schon so um die 40 Kilometer hinter uns hatten.
Die zwei vor uns Fahrenden drehten sich immer mal wieder um und kurbelten sich bestimmt auch gerade die Lungen aus den Hals
aber ans Aufgeben dachte sicher keiner es ging ja schließlich ums Prinzip.
Der Abstand immer noch so um die fünfzig Meter und der Wind von vorne brachten mich an meine Grenzen.
Als ich mir ein Herz fasste und zwei Gänge höher schaltete und zu einem Sprint ansetzte der zwar meinen Sohn zurück warf,
er wahr fertig, mich aber an die beiden heranführte und mehr noch ich konnte den Schwung und die Überraschung ausnutzen
und sogar einen Vorsprung heraus fahren. Der Weg er ging noch so um die zwei Kilometer weiter. Es reichte mir aber
um an der Spitze zu bleiben bis das ersehnte Ziel eine kleine Rastecke in Form von einem Holzunterstand mit ein paar Sitzmöbeln
erreicht wahr.
Mein Sohn kam mit etwas Abstand völlig ausgepowert auch an er musste seinem wilden unkontrollierten Start
ohne Erwärmung oder auch einen Frühstück Tribut zollen.
Nach einer größeren Pause und mit einen netten Gespräch aller Beteiligten, die beiden Rennradler erzählten uns
das sie für Radrennen der Amateure trainierten sogenannter Jedermann Rennen, machten wir uns auf dem Weg nach Hause
im gemäßigten Tempo natürlich den fertig sind wir alle gewesen.
Es hat mir riesig Spaß gemacht mit meinen Sohn eine gemeinsame "Radtour" unternommen zu haben.
Für mich hatte der Tag aber noch eine ganz andere Bedeutung ich bin mir bewusst geworden das das viele Training
der letzten Jahre und meine sich geänderte Lebenseinstellung erst zu diesen Erfolg, wenn man es mal als solchen bezeichnen darf,
geführt hat.
Jetzt so wahr ich überzeugt und mir sicher sollte ich nicht länger über einen Kauf eines Rennrades nachdenken.
Nicht der Besitz eines solchen Sportgerätes wahr für mich das wichtigste sondern das was man damit anfangen könnte.
Schon länger beschäftigte ich mich mit Sportveranstaltungen wo man auch als älterer Teilnehmer noch erwünscht war
und seinen Spaß daran hatte.
Ich besuchte als Zuschauer ein sogenanntes Jedermann Rennen im Leipziger Süden gelegen ein Rennen mit einer jahrelangen
Tradition "Rund um die Braunkohle" den heutigen Neuseenclassics.
Es wahren nicht nur die sogenannten Profis am Start sondern es wurde auch in verschiedenen Distanzen für die Jedermänner
und natürlich auch Frauen Rennen ausgetragen für mich stand fest das nächste Jahr bin ich auch dabei und zwar auf der
größten Distanz die für Amateure angeboten wurde.
Der Kauf eines Rennrades für mein nun gar nicht mehr so neues Hobby sollte schnell von statten gehen.
Schon die vergangen Jahre schaute ich immer auf die bunten und so leise dahin schnurrenden Rädern. 
Über die technischen Details hatte ich mich mehr als kundig gemacht so viel die Entscheidung auf ein "Allez Comp 20"
der Firma Specializet in der Farbgebung genau wie der Gerolsteiner Profi Rennstall sie fuhr.
Über den Preis mit all dem wichtigen Zubehör möchte ich hier lieber nichts genaueres sagen den nicht Fahrrad Begeisterte
würden es sowieso nicht verstehen.
Mit der passenden Radbekleidung dazu sah ich aus wie ein Profi ich fühlte mich auch so und bin auch ein wenig stolz
damit unterwegs gewesen war ich doch wieder einen Stück näher daran an meinen eigentlichen Ziel. Für mich
und meine Gesundheit etwas vernünftiges zu tun.
Das ich nur bei sicheren Wetter mit meiner neuen Rennmaschine unterwegs war ist mit meiner Vorsicht verbunden
es könnte etwas verschmutzen oder aber defekt gehen, mit sicheren Wetter meine ich die Straßen durften nicht nass sein
oder gar Regen vom Himmel fallen. Durch eine Pfütze zu fahren das kam einer Katastrophe gleich. smiley

                                               
                       Rennmaschine und Schönwetter Trainingsbike

Zu schön glänzten der blaue Lack und das sichtbare Carbon in der Sonne. Mein Rad und alle Anbauteile hatte ich sogar,
wie ich es früher mit meinen Motorrädern gemacht habe, mit einer Wachsschicht versehen.
Der Antrieb, Kette und das fantastische zehnfach Ritzelpaket sollten ja nach Möglichkeit lange mit dem Besitzer um die Wette strahlen.
In einer meiner hinteren Trikot Taschen hatte ich sogar einen Putzlappen mit um ja eventuellen Staub oder Dreck
der sich angesammelt hat schnell zu entfernen.
Eine Meise kann man sicher schon zu dem Verhalten sagen, ist sicher ein Überbleibsel meiner Kindheit.
Mit Sachwerten wurde ich ja nicht gerade übig ausgestattet für einen Schlauch oder gar einen neuen Reifen sammelte
ich früher Pfandflaschen andere Einnahmequellen hatte ich leider nicht daher bin ich sehr Stolz auf meine bisherigen Errungenschaften.
Dankbar bin ich natürlich auch allen die mich und meine Familie dabei unterstützt haben.
Ich mache mir auch so meine Gedanken wenn ich Leute sehe die ihren viel zu großen, auf Krampf
finanzierten Gebrauchtwagen wie ein Kind behandeln wer`s braucht
bitte schön jeder so wie er mag und gut ist.

 

   Sommer 1978
 

Viele Jahre bin ich so mit meinen Rad auf Erkundungstour gegangen.
Eigentlich hatte ich alles erreicht und gesehen was man mit einem Rad von der Entfernung her gesehen erreichen kann.
Ich habe große Touren unternommen wann immer es meine Zeit mir zuließ oder ich hab sie mir einfach genommen
außer das bisschen Schule gab es ja keine Verpflichtungen für mich ja auch in andere Städte bin ich gefahren
es konnte nicht weit genug gehen.
Am Wochenende oder in den Ferien hatte ich es mir schon zur Gewohnheit gemacht mit dem Zug irgend wo hin zu fahren
um dann mit dem Rad zurück zu kommen so kamen an manchen Tagen schon mal um die einhundert Kilometer zusammen.
Meistens bis auf ein paar Ausnahmen habe ich das auch alleine gemacht keiner meiner Freunde hatte Interesse an diesen Ausflügen.
Die Ferien hatten angefangen und der Krach über mein Zeugnis hatte sich nach ein paar Tagen wieder gelegt
stand der große obligatorische Sommer Urlaub bevor.
Es ging wie jedes Jahr an die Ostsee in irgend eine nach fauligen Modder riechende Hütte einfach grässlich aber ich freute mich
trotz dem wie jedes Jahr aufs neue darauf endlich weit weg fahren zu können.
Schon die Tage davor ging ich immer wieder auf den von unserem Haus nur ein paar hundert Meter weit weg gelegenen Hauptbahnhof
von Leipzig um die Stimmung des Reisens einzufangen.
Überhaupt hatte der Bahnhof es mir sehr angetan die Atmosphäre des Wegfahrens des Vereisens an sich hatte auf mich
eine fantastische Euphorie ausgelöst und so kam es das ich mich dort öfters mal aufhielt.
Die fauchenden Dampfloks taten bestimmt auch dazu bei mir zu begeistern.
Das ein Bahnhof in seinen trostlosen Grau mit all seinen negativen Umständen wie Dreck Gestank und ein paar merkwürdiger Typen
die da so rumschlichen nicht gerade der Ort ist wo Kinder ihre Freizeit verbringen sollten versteht sich von selbst.
Verboten war es mir auch mich dort aufzuhalten ich hielt mich nur nicht daran.
Das ich dort trotz alle dem gelegentlich vorbei schaute hatte auch nicht unbedingt mit dem wahrscheinlich letzten
Getränke Automaten der DDR zu tun den ich kannte, wo es grüne Waldmeister Brause gab.
Auch nicht das Zeitkino nein die Abfahrt der Züge wahr das besondere zu dieser Zeit. Ein Zug der ein weites Ziel hatte
oder sogar ins Ausland fuhr verursachte auf mich etwas Eigenartiges ein Gefühl der Sehnsucht.
Und diese Sehnsucht verstärkte sich wenn an den Zügen oder Bahnsteigen als Ziele, große für mich unerreichbare Städte
wie Budapest, Sofia oder sogar Paris standen.
Nach was weiß ich wie vielen Stunden Fahrt durch die Nacht, mir war kalt ich habe gefroren kamen wir an der Ostsee an.
Unsere sicher vollkommen überteuerte Unterkunft diente nur zur Nachtruhe den Tag verbrachte ich mit meinen Eltern am Strand.
Im gemieteten Strandkorb so ging es 14 Tage.
Das baden im Wasser macht mir auch Spaß aber der Blick in die Ferne machte mich ein wenig
traurig weiter ging es nicht die Welt sollte hier zu Ende sein.
Alles was auf der anderen Seite der Ostsee lag zu dieser Zeit unerreichbar selbst das Gespräch darüber mit meinen Eltern
brachte mir nur verständnislose Blicke ein.
Ein wenig langweilte mir und ich wünschte mir mein Fahrrad herbei es wäre ein schönes Abenteuer mal in einer vollkommen
fremden Region ein paar Runden zu drehen oder gar auf Exkursion zu gehen.
Da ich zur Auflage hatte wegen meines schlechten Zeugnis, welches mir die Lehrerschaft ungerechter weiße verpasst hatte,
jeden Tag für das neuen Schuljahrs zu üben ist auch mein Schulranzen samt Inhalt mit gereist.
Geübt habe ich schon nur nicht das was ich eigentlich sollte sondern mein geliebtes Geographie Buch leistete mir
in diesen einsamen Stunden Gesellschaft.
Ich malte mir aus wie viele Kilometer es sein mögen bis zur andere Seite der Ostsee welche Länder um die Ostsee herum liegen
und so weiter.
Ein Gedanke machte sich bei mir breit wie viele Kilometer sind es wenn man mit dem Fahrrad einmal um sie herum fahren würde
und was müsste man für eine Zeit für so ein Vorhaben einkalkulieren.
Politisch zu dieser Zeit unvorstellbar aber virtuell begann ich mir eine Tour zusammen zu stellen, so nutzte ich die Zeit
die ich alleine in der alten Hütte zum üben jeden Tag absitzen musste.
Auch nach unseren Urlaub beschäftigte mich der Gedanke sehr und nachdem ich mir Straßenkarten der betroffenen Länder
besorgt hatte. Und das ist in der DDR nicht einfach gewesen, begann ich mir diese Tour auszuarbeiten.
Darüber reden oder gar meine Eltern fragen ist ein Ding der Unmöglichkeit gewesen so saß ich oft ganz alleine da und grübelte
über meinen Karten. Vielleicht war es auch diese Heimlichtuerei in mir entstand eine Reisesehnsucht
die sich noch viele Jahre halten sollte.
Eins Tages stellte ich fest das sich mein Rad nicht mehr in meinen Besitz befand es wahr einfach aus dem Keller verschwunden
ich ging von einen Diebstahl aus. Ein Irrtum wie sich herausstellte. Meine Eltern hatten es ohne mein Wissen verkauft
um ein finanzielles Loch in der Familien Kasse zu stopfen.
Manchmal ist ein Verlust im Leben durchaus zu verkraften, aber der Verlust meines Rades schmerzte mir sehr zu mal
ich mich von meinen eigenen Eltern verraten gefühlt habe.
Das ich nun kein Rad mehr besaß ging schnell im Alltag unter schon längere Zeit schaute ich auf andere Zweiräder nur hatten diese
einen kleinen Motor an Bord und zu meinen 15 Geburtstag sollte es auch so weit sein ein eigens Moped konnte ich mein Eigen nennen.
Viele Fahrten hab ich mit meinen Freunden unternommen, das erste Mal im Leben sogar ins Ausland bis nach Prag sind wir gekommen.
Eine abenteuerliche Fahrt wahr das.
Aus einen Gebrauchten Moped wurde ein neues Moped später ein Gebrauchtmotorrad und so weiter das Fahrrad geriet
immer mehr in Vergessenheit bis viele Jahre später die Einsicht kam und ich meine alte Leidenschaft wieder für mich entdeckte.

                           










       Vater und Sohn zwei
       Kinder im unterschiedlichen
       Alter im Jahr 2010 
       bei der Vorbereitung

                       
     

                                 Warum man sich das antut mit tausenden am Wochenende um die Wette zu fahren, festzustellen wer kann als
                                 schnellstens von Punkt A nach B fahren darauf gibt es nur eine Antwort es macht halt Spaß 

    Das erste Rennen
 

Das erste Rennen im Jahr 2007 ist noch ein paar Monate hin aber ich wollte von Jahresanfang gleich mit dem Training
so richtig los legen in jeder freien Minute fuhr ich was das Zeug her gab am Ende des Jahres konnte ich über neun Tausend Kilometer eintragen.
Das Kind in mir ist wieder erwacht und die Aussicht auf einen Wettkampf lies mich einiges vergessen ich machte Druck
mit dem Rad wo es nur geht.
Ich raste oft über rote Ampeln benutzte sie für einen Sprint oder ich hängte mich in den Windschatten von Fahrzeugen
wenn ich mal weniger wie einen 30er Schnitt auf dem Tacho hatte das machte mich ganz unglücklich die wilde Raserei
sollte mir ja eine möglichst gute Platzierung bei meinem ersten Jedermanrennen einbringen.
Ich fuhr viel und immer schnell ich hatte eine Vorstellung mit viel und schnell meine Leistung zu verbessern
es sollte sich als Trugschluss heraus stellen.
Ich berechnete mir sogar schon an Hand der Vorjahres Ergebnisse meine Platzierung die ich erreichen könnte.
Andere Rad Amateure mit denen ich gemeinsame Ausfahrten beziehungsweise Trainingsfahrten unternahm
brachten mir einige Tricks und Kniffe bei jedenfalls behaupteten sie es oder waren der Meinung es mir beibringen zu müssen.
War ich doch der Neue und für jeden Tipp dankbar den ich hörte.
So hörte ich das erste mal etwas von einen Belgischen Kreisel, ich werde hier nicht erklären was das ist,
nur bei besagten Kreisel kommt es vor das zwei Radler nebeneinander fahren so sieht es jedenfalls aus
der Sicht eines von hinten heran kommenden Fahrzeugs aus.
Bei genau so einer Übungsfahrt es war auf einer viel befahrenen Landstraße störte sich ein Transporter Fahrer derart daran
das er seinen Unmut mit lauten Gehupe kundtat er fuhr auch ziemlich knapp mit vollster Absicht an uns vorbei.
Wir schimpften und drohten mit unseren Händen, andere Waffen hatten wir nicht. Er hat es sicher im Spiegel gesehen
den er drehte ein paar Hundert Meter vor uns um und kam mit aufgeblendeten Licht und wieder mit wilden Gehupe auf uns zu
er benutzte sogar die Gegenfahrbahn und nur mit Glück konnten wir uns in den Straßengraben retten.
Ein paar Minuten später das selbe Spiel diesmal wieder von hinten er versuchte uns mutwillig von der Straße zu drängen
wir waren uns einig das wir eine Anzeige bei der Polizei machen werden.
Um uns das Kennzeichen einzuprägen gab es ja nun schon die dritte Gelegenheit.
Es ist richtig wir sind nicht hintereinander gefahren aber das rechtfertigt nicht für so ein aggressives Verhalten.
Aber wie geht doch so schön der Spruch "man sieht sich immer zwei mal im Leben" so auch an diesen Tag
etliche Kilometer weiter bei uns mittlerweile nun schon die vierte Begegnung.
An einer Brückenbaustelle hatte sich ein größerer Stau gebildet und unser Freund stand mitten drin
wir haben uns nicht abgesprochen hatten aber alle den gleichen Gedanken beim vorbei fahren per Wortwahl
unseren Unmut lautstark zu äußern dabei blieb es aber nicht den auf ein Wort von uns gab es sogleich
ein paar beleidigende Worte zurück ein Mitglied unserer Radelgruppe wurde es zu bunt
und er benutzte seine Fäuste zur Meinungsäußerung.
Es entstand eine kleine Keilerei und das alles mitten auf der Straße und im Stau.
Ich habe mich daran natürlich nicht mit beteiligt nutzte aber das Durcheinander und wilde Geschrei
um in besagten Transporter den Fahrzeug Schlüssel an mich zu nehmen um mal nicht zu sagen zu stehlen.
Wir entfernten uns dann auch mit einen nicht gerade langsamen Tempo vom Ort.
Als ich meinen Schlüssel präsentierte gab es eine allgemeine Heiterkeit in der Gruppe
auf eine Anzeige bei der Polizei haben wir dann natürlich großzügig verzichtet.
Hatte er doch in unseren Augen seine Strafe erhalten. Der Schlüssel liegt bestimmt
immer noch im Straßengraben und die nächste Zeit habe ich mir nicht gewagt in dieser Gegend
mit meinen auffälligen Outfit Rad zu fahren.
Wenn ich jetzt ein paar Jahre später mich an diesen Vorfall erinnere kann ich mein Verhalten
nicht mehr so ganz akzeptieren bestimmt haben wir nicht unbedingt für mehr Verständnis zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmern beigetragen.
Der Transporter Fahrer wird hoffentlich seine Wut über die Radler nicht an anderer Stelle auslassen
und mit seinem Verhalten andere Biker in Gefahr bringen. Eine Anzeige bei der Polizei und die daraus
resultierende Strafe hätten ihn bestimmt zu mehr Einsicht gebracht.
Auf einer Fahrt durch den Süden von Leipzig zum Cospudener See passierte ich eine Baustelle. 
Auf ca. zweihundert Meter gab keinen Radweg und die Fahrbahn war so eingeengt das der nachfolgende PKW
mich nicht überholen konnte er drängelte und als er es endlich geschafft hatte mich zu überholen
schrie er mich durch sein geöffnetes Fenster noch an.
Ein wenig später sah ich ihn wieder vor dem Hafen im Parkverbot und er war damit beschäftigt
für sich und seine Familie die Fahrräder auszuladen was ich zum Anlass nahm, da er ja jetzt auch ein Radler war,
ihn auf sein Verhalten anzusprechen.
Als Reaktion bekam ich nur gebrüllte Wortfetzen an den Kopf geknallt die ungefähr den Inhalt hatten
Straßen sind nur für Autos da und außerdem verpiss dich naja ich habe mich dann auch verpisst.
Gesprächs bedarf hatte ich mit so einem Idioten sowieso keinen mehr.
Keine zwanzig Meter bin ich gefahren als ich wildes Geschrei aus der Richtung vernahm diesmal hatte er sich,
nun als Radler unterwegs, mit ein paar Fußgängern in der Wolle ich hörte mir das ganze noch eine Weile an
und konnte nur den Kopf schütteln über so viel Dummheit.
Sicher hat er auch gebrüllt und geflucht als er nach seinem Ausflug an seinem Auto vier platte Reifen vorfand.
Ob es ihn eine Lehre war ich glaube kaum. Heute bin ich viel ruhiger und las mich nicht mehr so leicht
aus der Fassung bringen und schon gar nicht zu etwas hinreisen.
Ich nutze jede mir sich bietende Gelegenheit um mein Renntempo weiter zu steigern so konnte ich es nicht ertragen
einen anderen Radfahrer vor mir zu erblicken. Beim Anblick gab es nur eins vorbei und das so schnell wie möglich,
nicht einfach nur vorbei nein ich trat wie wild in die Pedale um vorbei zu fliegen. Dachte ich doch dieser Methode
ist ein gutes Training für zwischendurch ich wollte doch nur am Tag des Wettkampfes in einer absoluten Topform sein.
Eine Oma mit ihren schweren Hollandrad bepackt mit zwei Einkaufstaschen am Lenker oder ein anderer Radler
einfach alle wurden von mir überholt bzw. ich flog an ihnen vorbei.
Voller Zuversicht, es sind nur noch vier Wochen bis zum Start, und ich machte alle verrückt mit meinen
Rennfieber. Die letzten Wochen und Tage hatte ich einige gefährliche Situationen durch diese Raserei
im Straßenverkehr eher durch Glück wie durch fahrerisches können gemeistert und bis jetzt gabes noch keinen
ernsthaften Sturz oder Unfall. Es geschah was eigentlich kommen musste bei einer wilden und nicht gerade
langsamen Fahrt auf den mit Glasscherben, Hundkot und Schlaglöchern übersäten Straßennetz von Leipzig mit meinen Mountainbike übersah mich ein PKW Fahrer der aus dem Gegenverkehr kommend in eine Tankstelle einbiegen wollte
es gab einen Schlag ich hörte Glas brechen und die Geräusche von meinem Rad auf dem Lack des PKW kratzen.
Ich flog mit meinen Rad über dessen Fahrzeug. Und noch während des Fluges drehten
sich sogar die Gedanken um das bevorstehende Rennen ich war noch nicht auf dem harten Asphalt gelandet.
So ging ich davon aus alles ist jetzt vorbei nichts ging mehr die ganzen Vorbereitungen für die Katz.
Ich hatte eine Wut im Bauch ich blutete an einigen Stellen es tat höllisch weh und der Idiot
der mich über den Haufen gefahren hatte beschimpfte mich auch noch aufs übelste.
Er zog über die bekloppten Radfahrer im allgemeinen her und um so mehr er sein geliebtes Auto
betrachtete und immer mehr Schäden feststellte steigerte er sich immer mehr in diese Unmut gegen Radfahrer rein.
Es ist nur einigen Passanten zu verdanken das er mir nicht handgreiflich gegenüber geworden ist.
Ich sah schon das mein Rad nur noch Schrott ist, der ganze Hinterbau zerbrochen die zwei Laufräder
einfach alles aber langsam kam wieder etwas Hoffnung oder Freude in mir auf.
Den ich betrachtete meine Wunden und konnte feststellen das alles viel schlimmer aussah,
nichts gebrochen die Schmerzen höllisch sprang ich vor den Augen der Passanten und mittlerweile auch eingetroffenen
Polizei und Krankenwagen immer wieder herum um meinen Körper zu testen.
Es muss eigenartig ausgesehen haben mein Kopf hatte ja auch einen Schlag abbekommen und blutete etwas.
Ich weiß nicht ob das umher springen oder vielleicht die Platzwunde am Kopf der Grund war wieso ich dann mit in ein Krankenhaus zur Überprüfung musste.
Der Autofahrer obwohl eindeutig Schuld hat sich auch nicht mit seinen Beschimpfungen vor der Polizei zurück
gehalten. Wild gestikulierend und mit immer mehr beleidigenden Worten schrie er vor Ort herum.
Ich betrachtete mich als Opfer und hätte schreien müssen fand die Situation aber eher lustig. 
Die Polizei hat ihn versucht zu beruhigen es nützte alles nichts. Die daraus resultierende Anzeige hat ihm
mit Sicherheit eine schöne Geldstrafe eingebracht.
Die Versicherung hat bei der Begleichung der Rechnung sich etwas Zeit genommen und es bedurfte
einigen Schriftverkehr und Telefonanrufe aber im Endeffekt habe ich alles bezahlt bekommen
und mehr noch ich konnte mir mit den erhaltenen Schmerzensgeld ein neues Bike mit allerhand Zubehör zu legen.
So hatte ich wenigsten finanziell nicht eingebüßt.
Eins habe ich daraus gelernt nur mit Glück habe ich keine größeren Verletzungen ertragen müssen.
Besonders die Platzwunde am Kopf machte mich etwas Nachdenklich. Mit dem Rennrad war ich ja schon immer
mit einem Helm unterwegs aber ab diesen Tag gehörte ein Helm zu meinen ständigen Begleiter auch wenn die Fahrt
nur eine ganz kurze sein sollte.
Nach einer Woche nahm ich wieder das Fahren auf, mit dem Rad meiner Frau einen echten typischen Hollandrad
schwer aber stabil denn ich wollte nicht riskieren das ich mein Rennrad so kurz vor dem Start nun auch noch
zu Schrott fahre.
Sicher hat es sich gefreut das es auch mal bewegt wurde und nicht nur in der Garage warten musste
bis es auch mal dran war. Noch drei Wochen bis zum Start. Das viele Training hat nicht nur meinen Körper
sondern auch mein Gemüt verändert. Ich habe mich 
einfach zu sehr rein gesteigert muss ich im Nachhinein feststellen.
Der Tag des ersten Rennens endlich sollte es so weit sein einen langen Weg hatte ich hinter mir ich dachte
an meine Waage im Bad wo ich so vor ein paar Jahren erschrocken drauf trat. einen Tag zuvor hat sie mir viel Glück
gewünscht sie zeigte es mir mit einer 75.
Der Himmel war grau und mit dicken Wolken verhangen es regnete und kalt war es auch.
Für mich aber kein Grund zu verzweifeln den dieses Wetter hatte ich doch das gesamte Jahr über zum trainieren gehabt.
Durch meinen Schichtdienst und die daraus resultierende Zeit Knappheit hatte ich auch etliche Fahrten
in der Nacht absolviert bei Regen, Wind und kalten Temperaturen. Nein geliebt habe ich diese Umstände nicht
und ein blauer Himmel wäre mir auch lieber gewesen aber bei einen Radrennen kann man sich das Wetter ja nicht
aussuchen und vielleicht könnte es mir sogar zum Vorteil sein. Den ich schätze mal ein Großteil der Anwesenden
lässt das Bike bei solch einen Wetter sicher stehen. Schon sehr zeitig früh habe ich mich mit ein paar Freunden getroffen
und eine kleine Runde gedreht um uns aufzuwärmen.
In der Startaufstellung hatte ich einen Platz im letzten Startblock erhalten, da ich ja noch nie an so einer
Veranstaltung teilgenommen habe und keine Vergleichszeiten vorzuweisen hatte.
Da aber jeder Fahrer separat mittels Transponder System einzeln gemessen wird sollte ein hinterer Startplatz
kein Grund sein eine schlechte Zeit zu erfahren. In der Startaufstellung hatte ich keine Zweifel und mit meinem Selbstbewusstsein das dies mir auch gelingen möge.
Der Start lief die ersten Meter relativ ruhig ab aber nach ein paar hundert Metern ging es richtig zur Sache
im strömenden Regen und mit einer kräftigen Brise Rückenwind ging es auf einer Autobahn ähnlichen Straße
Richtung Leipzig dabei wurden Geschwindigkeiten von 50km/h gefahren ich fühlte mich besser wie gut
und konnte mich auf diesen Teilstück ziemlich weit nach vorne bringen.
Jedenfalls habe ich viele überholt. Die ersten kleinen Steigungen am Markkleeberger See zeigten mir aber das
ich mich einfach überschätzt habe den ich hatte das Gefühl nichts ging mehr es fuhren alle einfach an mir vorbei
ja selbst mit Mountainbike Rädern überholten mich einige. Meine Verzweiflung war groß es ging einfach nicht
schneller woran es mag ich konnte es mir zu diesen Zeitpunkt nicht erklären. Meine Beine waren Kraftlos
und ich fühlte mich total ausgelaugt der Blick auf den Tacho um die Durchschnittsgeschwindigkeit
zu sehen machten mich ein wenig stutzig bin ich doch bei einigen Trainings Fahrten schneller gewesen
und das alleine ohne Windschatten.
Die Zuschauer am Straßenrand motivierten mich rissig in manchen Orten spielten sogar die Musikkapellen
der ansässigen Feuerwehr so ging es weiter bis ins Ziel ans aufgeben habe ich in dieser Zeit aber nicht gedacht.
Ganz im Gegenteil meine Motivation Rennen zu fahren war ungebrochen. Kraftlos und total ausgelaugt im Ziel
angekommen nach einer Zeit von 3:20 h über 120 Kilometer hatte ich den 649 Platz erreicht was genau einen Schnitt
von 33km/h entsprach. So ganz zufrieden über mein erreichtes Resultat konnte ich nicht sein.
Hatte ich mir doch mehr erhofft. Geschafft aber glücklich machte ich mich nach dem Rennen auf nach Hause
um wieder in den Alltag einzutauchen.
Die nächste Zeit grübelte ich schon immer mal nach wieso meine erfahrene Zeit nicht besser ausgefallen ist.
Kam aber sehr schnell zu den Schluss das meine Übermotivation des Trainings des immer am Limit Fahren
nicht gerade zu einer vernünftigen Leistungsentfaltung beigetragen hat. Im Prinzip bin ich die letzten Monate
nur noch durch die Gegend gebrettert ohne mal den Kopf dabei einzuschalten. Ich besorgte mir Fachliteratur
und auch durch Gespräche mit erfahrenen Sportlern erarbeitete ich mir auf mein Alter hin ein vernünftiges
Trainingskonzept nach dem ich mich auch gerichtet habe und siehe da meine Rennergebnisse
verbesserten sich in laufe der nächsten Jahre gewaltig so konnte ich bei einer großen Veranstaltung
mit über fünfzehntausend Teilnehmern in Berlin eine Platzierung im ersten Viertel erreichen.
Was einen Schnitt von über 38 km/h entsprach.
Mich machte das alles sehr stolz und glücklich so schnell Rad fahren zu können nur wollte ich nicht
mein eigentliches Ziel meinen Körper fit zu halten um einmal im Leben eine Radreise zu unternehmen nicht vergessen.
Schon bei einigen Ausfahrten in wunderschönen Gebieten wähnte ich mich schon auf großer Reise.
Das dahin gleiten mit dem Bike bereitete mir große Freude und ich entdeckte mich immer öfters bei dem Gedanken meiner großen Sehnsucht.
Ich machte mir Gedanken über das Rad welches ich benutzen würde was für eine Schaltung und welches Zubehör
ich benötigen würde ja selbst die Befestigung und das anbringen der Ausrüstung spielte ich theoretisch durch.
Die Zeit wann den genau der Punkt im Leben gekommen wäre zu Starten hatte ich eigentlich schon so ziemlich
fest im Blick. Es sollte der Beginn und der Eintritt in mein Rentenalter sein den vorher sah ich keine Chance
meinen Traum zu verwirklichen.
Nicht nur weil ich nicht so viel Urlaub aufbringen könnte wie ich benötigte nein es ist auch sehr schwer
wenn man Familie und Kinder hat. An so etwas zu denken es müssten schon alle die gleichen Wünsche und Träume
haben um so etwas gemeinsam zu erleben.
Natürlich ist es von Vorteil so zeitig wie nur möglich so etwas zu unternehmen den man kann ja viel länger im Leben davon zehren und anderen berichten in meiner Jugend habe ich es verpasst nun heißt es weiterhin Gesund zu bleiben
und noch ein paar Jahre weiter zu träumen.

                           
                    Der ganz normale Wahnsinn          Start bei einem Einzelzeit Fahren

 

 

 

        Stopp du bist bis hier her gekommen dann mach mal eine Pause aber geh nicht zum Kühlschrank beweg dich ein wenig das hält jung. Solltest du gerade auf Arbeit lesen geh schnell mal zu deiem Chef und zeige einen geschäftigen Eintrug. So lässt er dich die nächste Zeit in Ruhe den Rest weiter lesen ohne das er stört.        

  

    Der verlorene Wald 
 

Es gibt Gebiete oder Ortschaften die ich bei meinen Radtouren finde durch die ich fahre die sind einfach nur schrecklich da fährt
man nicht gerne vorbei oder durch, schlechte Straßen viel Verkehr und Dreck, Radwege die plötzlich vor einer Stadt oder
größeren Ortschaft enden und als Schnellstraße bis zum Marktplatz oder Rathaus führen. Wo es einen nicht gestattet ist mit
dem Bike weiter zu fahren. Ich fühle mich dann immer als nicht erwünschte Person bekomme das natürlich von den Autofahrern
direkt mitgeteilt durch aggressives Verhalten und so haben sich im Laufe der Jahre bei mir ein paar Lieblings Ecken heraus kristallisiert
wo ich immer wieder gerne unterwegs bin.
So im Umkreis von 100 Kilometern von Leipzig habe ich so gut wie alles mit meinem Bike erfahren was es so zu erreichen gibt,
natürlich ist es mir am liebsten wenn ich bei meinen Touren direkt in der Natur unterwegs sein kann nur um an diese schönen Orte
zu gelangen sind gelegentlich auch lange Fahrten auf größeren Straßen nötig.
Ein Ort oder auch eine ganze Region die es mir besonders an getanen hat befindet sich in der Nähe der Stadt Bitterfeld.
Eine ehemals und vielleicht sogar die dreckigste Stadt Deutschlands hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zur einer wahren
Touristenattraktion entwickelt ein paar größere Seen, entstanden auch aus einem riesigen Braunkohletagebau.
Sie bilden ein schönes Naturparadies es gibt weitläufige Fuß und natürlich auch Radwege durch und um das neu entstandene Naturparadies.
Das gesamte Areal genannt die "Goitzsche" hat eine Ausdehnung von 69 Quadratkilometern wobei des Herzstück der Bernsteinsee
mit einer Grundfläche von 25 Quadratkilometern ist, übrigens der größte künstlich erschaffene See Deutschlands.
Viele Familien mit Kindern und auch einzelne Radfahrer drehen regelmäßig dort ihre Runden einige Gastronomischen Einrichtungen
laden zum verweilen ein man kann auch eine Schiffsfahrt buchen auf einem echten Piratenschiff es gibt Spielplätze einen Hafen
einige Badestrände und sogar Ferienhäuser zu mieten alles was das Touristische Herz so begehrt.
Einen Nachteil hat das ganze aber man ist nie alleine Unterwegs, ich liebe ja die Gesellschaft nur um diese neu entstandene grüne Oase
zu genießen und kennen zu lernen sollte man sich nicht unbedingt ein Wochenende bei schönsten Sonnenschein für eine
erste Besichtigung wählen. Der Massentourismus hat bereits Einzug gehalten vor Jahren noch ein echter Geheimtipp ist heute diese Region
weit über die Landesgrenzen bekannt. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht auch in der Woche oder sogar bei leichten Regen
immer mal ein paar Runden um die Seen zu fahren man ist zum Teil ganz alleine unterwegs und es tut einfach gut die Hektik des Alltages
hinter sich zu lassen. An einer Stelle, ich nenne sie "der verlorene Wald" halte ich immer an und genieße besonders den Anblick
der mich so an ferne Länder oder Kontinente erinnert. Es ist eine eigenartige Ecke wahrscheinlich ist beim Jahrhundert Hochwasser 2002
es mit der Flutung etwas zu schnell gegangen man behauptet auch hinter vorgehaltener Hand das das Gebiet während des Hochwassers
mit Absicht geflutet wurde um die Stadt Bitterfeld zu retten jedenfalls stehen viele Bäume im Wasser und es sieht schon fast wie in einem
Sumpf oder auch wie in den Mangrovenwäldern des Amazonas Regenwaldes aus bei leichten Regen bildet sich ein Nebelschleier
zwischen den Bäumen. Für mich hat der Ort etwas Mystisches an sich mit ein wenig Fantasie könnte man sich auch tatsächlich im
echten Amazonas oder irgendwo in Asiens wähnen. Träumen von einer großen Reise vom Abenteuer das macht mir bei meinen Touren
viel Spaß und genau an solchen Orten in diesen Situationen animiert es mich besonders dazu.
Der "Verlorene Wald" ist natürlich keine offizielle Bezeichnung ich habe der Stelle den Namen verpasst wie ich es so oft mache
überhaupt habe ich viele Orte mit meinen eigenen Bezeichnungen und Namen versehen.
Wieso und warum ich damit angefangen habe das lässt sich nicht mehr erklären jedenfalls habe ich Bezeichnungen gewählt
die klingen romantisch oder auch abenteuerlich je nach Stimmungslage als ich vor Ort war es gibt aber auch Begriffe in meinen Gedankengut,
nicht Sprachgebrauch die kann ich gar nicht erwähnen die gehen auch schon mal eine gehörige Portion unter die Gürtellinie Drecksnest
ist noch eins der ganz harmlosesten unter meinen privaten Geographischen Begriffen.
Auf einer Fahrt von Leipzig in Richtung Halle wurde ich ein Mal in einem kleinen Ort von der Polizei gestoppt,
da ich nicht den Radweg benützte sollte ich sogleich 5 Euro Strafe bezahlen. Mein Argument das der Radweg wegen darauf
parkender Fahrzeuge nicht zu befahren wäre zählte nicht auch mein Hinweis dass in ca.100 Metern eine Radar Überwachung
des Ordnungsamtes stattfand und es dort auch nicht weiter ging brachten mich nicht darum die 5 Euro zu abzudrücken.
Dass ich mir für diese Orte keine romantischen, mystischen oder abenteuerlichen Begriffe wähle das versteht sich von selbst.
Jedenfalls erinnere ich mich immer an solche Situationen und die Wut steigt ein wenig in mir hoch radle ich auch viele Jahre später
an den gleichen Stellen noch ein mal lang.
An einem heißen Tag es war Ende August und ich hatte so gegen 23 Uhr Dienstschluss. Die Temperaturen immer noch so warm
das man ohne zu frieren mit kurzen Sachen fahren konnte und ich große Lust verspürte noch ein wenig durch die laue Nacht zu radeln
faste ich einen Entschluss "Der verloren Wald" bei Nacht zu besuchen. Bestimmt ein einprägsames Erlebnis,
die Trinkflaschen auf Arbeit noch schnell mit neuen Trinkwasser gefüllt ging die Fahrt von Leipzigs Innenstadt aus nach Norden
über mir bestens bekannte Wege durch kleine Verschlafene Ortschaften nach und in mein Lieblings Radelrevier in die Goitzsche.
Dank ausgezeichneten Lichtes machte es mir keine so große Mühe mich in der dunklen Nacht zurecht zu finden nur die letzten Kilometer
direkt am Wasser durch den Wald. Das ist schon eine große Herausforderung es ist nur eine ganz langsame Fahrweise möglich
zu schnell kann es passieren das man die Orientierung verliert und auf der Nase liegt.
Ich bin ja über die vielen Jahre die Dunkelheit der Nacht gewöhnt und habe auch sonst keine Probleme mich zu Recht zu finden
aber als ich mein Ziel ohne Sturz erreicht hatte war ich dann doch ein wenig froh. Mitten in der Nacht es war bereits ein Uhr
fragte ich mich schon was diese Aktion mir jetzt gebracht hat stand ich nun mitten im Wald ganz alleine verspeiste einen Müsliriegel 
trank ein wenig Wasser aus meiner Trinkflasche. Mit meiner Lampe leuchtete ich die Umgebung ein wenig ab und wollte mich eigentlich
sofort wieder auf den Heimweg begeben doch ich schaltete vorher meinen 40 Lux Scheinwerfer noch einmal aus um die
vollkommene Dunkelheit zu genießen auch das Rücklicht und die Beleuchtung des Tachos einfach jede Lichtquelle.
Der Sternenhimmel und der Mond boten ein fantastisches Panorama ich stand einfach da und staunte ich konnte mich nicht genug
an den Anblick satt sehen und mit der Zeit gewöhnten sich die Augen an die Lichtverhältnisse ich sah plötzlich viel besser und mehr Dinge
im Wald und im Wasser wie mit meiner Beleuchtung. Die Ruhe und die Stimmung um mich herum beeindruckt mich sehr ich entdeckte
in mir eine neue Begeisterung diese unglaublichen Geräusche die ich vernahm das knacken im Wald und wie viele Augenpaare
mich wohl jetzt anschauten ein Naturschauspiel mitten in Deutschland vor den Toren einer Großstadt.
Ich kann es jeden nur mal empfehlen es ein mal auszuprobieren es gibt bestimmt in anderen Regionen auch solche Gebiete
um einfach mal die Einsamkeit und die Stile der Nacht zu erfahren.

                                                            
        Blick auf den” verlorenen Wald” vom gegenüberliegenden Ufer aus

Mittlerweile hatte ich ein paar Stunden in der Abgeschiedenheit verbracht und so machte mich wieder auf den Weg nach Hause
die Fahrt machte mich sehr nachdenklich über den Sinn und den Unsinn im Leben über Wünsche und Träume und natürlich kam mir auch
meine "Reisesehnsucht" in den Sinn ob es mir den irgend einmal gelingen würde auf große Fahrt zu gehen. Gedanken machte ich mir
über mein Reiserad welches ich benötigen würde sollte ich eine Rohloffschaltung nehmen oder doch eine gute Kettenschaltung
was für ein Zelt wo werde ich schlafen und mit was für einen finanziellen Aufwand müsste ich rechnen und so weiter. Der Alltag riss mich
beim radeln aber schnell aus meinen Träumen den es war mittlerweile früh der Berufsverkehr in vollen Gang. Man bekämpfte sich
auf den Straßen wie jeden Tag um die selbe Zeit um die beste Position an der nächsten Ampel zu ergattern, für viele ganz wichtig,
um dann doch im nächsten Stau wieder gemeinsam zu stehen. Gegen 6 Uhr kam ich mit ca.120 km mehr auf meinen Tacho zu Hause an
so konnte ich in aller Ruhe meine Tochter wecken und sie nach einem gemeinsamen Frühstück in die Schule fahren natürlich mit dem Auto.
Vielleicht hat sie sich auf der Fahrt zur Schule ein wenig gewundert dass ich so schweigsam war aber ich war noch so im Gedanken versunken
und sie wusste ja wenn ich Nachtschicht hatte machte ich ja sowieso einen mühten Eindrücke.
Kurze Zeit später in meinen Bett machte ich mir noch ein paar Gedanken um die Stile der Nacht und um den verlorenen Wald so brauchte
ich nicht lange um einzuschlafen. Einige Male bin ich auch mit anderen Radfreunden in dieser Region eine Radtour gefahren nur keiner
fand diese Ecke, die bei mir zu einer gewissen selbst Erkennung geführt hat, in irgend einer weise Interessant oder schön ganz im Gegenteil
die Touristischen Highlights wie der Hafen oder die Gastronomischen Einrichtungen waren das begehrte Ziel für Pausen und Fotostopps. 

                                                                       
                                    Piraten Schiff auf dem Goitzsche See bei Bitterfeld


   Und wieder diese Unvernunft
 

Seit meinem Entschluss etwas zu schreiben ist nicht gerade viel geschehen, so von der Radler Perspektive betrachtet.
Der Winter hat dieses Jahr einmal mehr gezeigt was er so drauf hat wenn er nur will. Es lag bis auf ein paar
kleine Ausnahmen von Mitte November bis jetzt fast ununterbrochen eine Schneedecke. Ein fahren mit dem Bike
war unter diesen Umständen nur mit der größten Anstrengung möglich.
Ich bin fünf mal gestürzt es ist zwar nichts großes passiert nur ärgere ich mich dann über mich selber jedes mal
wie man nur so blöd sein kann bei Schnee und Glatteis mit dem Fahrrad draußen rumzugurken.
Die Temperaturen zu Teil im zweistelligen Minusbereich, ich kann mich nicht erinnern das es schon einmal so einen harten,
bösen und ausdauernden Winter gegeben hätte auch ältere Mitmenschen konnten sich nicht erinnern.
Wenn ich das Wort ältere schreibe da muss ich unweigerlich an mein eigenes Alter denken. Gehöre ich doch
mittlerweile auch zur älteren Generation wenn man es mal so betrachtet.
Mit meinen 45 Jahren fast zumindest in ein paar Wochen ist es so weit, wieder einmal Geburtstag feiern.
In ein paar Wochen ist aber auch wieder ein Radrennen für das ich mich eingeschrieben habe.
Warum ich mir das antue ich weiß es selber nicht diese Unvernunft im Alter eben. Der Schnee hatte es mir sogar ermöglicht einige Male mit den Langläufern durch und um Leipzig zu fahren obwohl ich bin mir jetzt nicht sicher ob man
das Fahren nennt mit dem Ski naja ist egal Spaß gemacht hat es auf jeden Fall und eine Abwechslung
war es auch.
Für dieses Jahr habe ich mir einiges vorgenommen das erste Mal möchte ich die dreihundert Kilometer am Stück
fahren die Strecke dazu habe ich mir schon erarbeitet und sie auf meinem Garmin abgespeichert. Es soll von Leipzig
aus Richtung Westen in das Kyffhäuser Gebirge gehen dort ist eine kleine Pause eingeplant für den Besuch
der Barbarossahöhle bevor es dann über den Kulpenberg wieder zurück gen Heimat geht. Bitte jetzt keine negativen,
blöden oder dummen Kommentare ich höre es sowieso nicht und wenn ihr Mal ganz ehrlich seit wo bitte schön
gibt es heutzutage noch normale Menschen. Etwas verrückt zu sein kann nicht schaden. Die zweite Angelegenheit
ist das Radrennen an dem ich gerne teilnehmen möchte die Neuseenclassics 2010 Rund um die Braunkohle.
Ich bereite mich so gut wie es nur geht auf dieses Event vor ich liebe es daran Teilzunehmen.
Warum das kann ich nicht sagen es muss in den Genen liegen der Kampf Mann gegen Mann, es fahren auch viele Frauen
mit nur sagt man da nicht der Kampf Frau gegen Frau dieses Sprichwort gibt es nämlich gar nicht.
Jeder wird sicher seine eigenen Gründe haben die Hauptsache ist doch es macht Spaß.
Die Geschwindigkeit ist es was mich fasziniert einfach etwas sehr schnell zu erledigen wie Halt ein Radrennen.
Bei mir muss immer alles schnell gehen ich bin ein ungeduldiger Mensch jeder Handgriff jede Tätigkeit einfach alles
muss bei mir schnell erledigt werden. Ich hasse zum Beispiel Kochend heißes Essen auf dem Tisch
was man nicht schnell genug runder schlingen kann ohne sich den Rachen dabei zu verbrennen.
Ich könnte verrückt werden beim gemeinsamen Speisen wenn mein Teller schnell leer ist und der meiner Frau
noch voll weil sie jeden Bissen drei mal genießt ich schaue dann immer traurig auf mein Dessert und warte und warte
bis sie denn endlich auch fertig ist, und ich dann den Süßkram zum Schluss auch in einer Mordsgeschwindigkeit
runterschlingen kann. Stundenlang am Tisch zu sitzen ist reine Zeitverschwendung und meine Frau weiß
es wie ich denke und fühle. Manchmal isst sie mit reiner Absicht so langsam um mich ein wenig zu ärgern i
ch sehe es ihr an in dieser Zeit des Wartens könnte man ja auch etwas anderes machen Radfahren zum Beispiel.
Anderseits könnte ich stundenlang wo sitzen und auf einen See starren, einem Hasen auf einem abgeernteten Feld
beobachten oder bei mir zu Hause den Goldfischen im Teich ein Besuch abstatten.
Dafür ist mir die Zeit nicht zu schade, wenn es regnet setze ich mich auch gerne unter eine kleine Überdachung
am Haus und schau in die Pfützen.
Aber so bald ich etwas mache eine Tätigkeit egal was muss dies immer so schnell wie möglich gehen.
Ich hätte mir früher ja auch schöne Motorräder kaufen können welche die beim fahren bequem sind
aber nein es mussten immer die schnellsten sein. Im Grund benehme ich mich in dieser Hinsicht wie ein
kleiner Junge und manchmal denke ich selber über mich dass es mit meiner Entwicklung etwas langsamer läuft als normal.
Aber vielleicht kann ich von der langsamen Entwicklung ja auch einen Vorteil im Leben heraus schlagen. Vielleicht trifft
das ja auch auf meinen Alterungsprozeß zu wer weiß und gebrauchen könnte ich es ja sehr gut. Denn ich habe ja
nach meinen Berufsleben noch einiges vor.
Das Radrennen geistert mir durch den Kopf von den Kilometern her betrachtet habe ich dieses Jahr nicht so viel
in meine Liste einzutragen. Der Winter ist dran Schuld an mir lag es nicht mir fehlt einfach die Grundlage
um vernünftig zu trainieren. Jede freie Zeit nutze ich um doch noch auf ein paar Kilometer zu kommen.
Eigentlich habe ich nie Frei und so nutze ich wieder mal die Nacht zum Fahren so zwei bis drei mal die Woche
habe ich Früh halb drei Dienstschluss und danach werden dann noch so um die 60 Kilometer gefahren
bis der Rest der Familie erwacht bin ich dann meistens zurück.
Probleme dabei habe ich keine ganz im Gegenteil in der Nacht ist es
schön ruhig die Straßen sind leer und wenn es nicht gerade Regnet macht es mir sogar in einer gewissen weise Spaß
naja bei Sonnenschein zu trainieren mit Freunden auch mal an einem Biergarten eine Rast zu machen ist besser
ich gebe es zu aber was soll ich den anderes machen wenn ich so bescheidene Arbeitszeiten hab.
Bin doch froh einen Job zu haben der zur Zeit sicher ist und mir auch Spaß bereitet man kann eben nicht alles
perfekt im Leben haben. Der März brachten mir rund 1300 km ein einige Fahrten gingen auch über 100km am Stück
und ich erreichte einen Schnitt der etwas über 30 km/h lag davon wahr ich selber etwas überrascht nach dem
bescheidenen Winter.
Es sind jetzt nur noch sieben Wochen bis zum Rennen und die Zeit die ich zum trainieren gebrauchen könnte
sind nicht nur knapp bemessen sie ist einfach nicht vorhanden. Mit meinem Gedanken spiele ich deshalb s
chon eine Weile auf das Rennrad fahren ganz zu verzichten und nur noch im Touristischen Bereich radelnd
die Welt zu erkunden es macht einfach keinen Sinn etwas auf Krawall erreichen zu wollen.
Die Vorfreude auf das Ereignis wurde mit jedem Tag größer um so näher das Rennen rückte.
Freunde zu treffen zu quatschen über Radsport und Radreisen zu diskutieren zum Schluss noch ein Bierchen gemeinsam zu trinken ließen mich die Strapazen des Winters schnell vergessen und so machte ich mich in aller Frühe auf
nach Zwenkau einer Kleinstadt vor den Toren von Leipzig. Das Wetter sollte es gut meinen dieses Mal
so sah es aus schaute man gen Himmel jedenfalls brauchte man sich dieses mal keine Gedanken über die
Anzugsordnung zu machen, es kam nur kurz kurz in Frage. Aber auch wenn es geregnet hätte wären die meisten der fast dreitausend Teilnehmer am Start da bin ich mir sicher.
Durch meine selbst kritische Einschätzung über meinen Trainingszustand stellte ich mich in meinen Startblock
ganz hinten an ich beteiligte mich nicht an den obligatorischen trängelein und konnte so schön und entspannt das Treiben beobachten.
Die letzten Minuten vor dem Start kreisten meine Gedanken schon darum was ich hier und jetzt eigentlich machte
bin ich hier richtig ist es das was ich möchte werde ich es überhaupt schaffen die fast einhundertundfünfzig Kilometer
im Renntempo zu fahren.
Wie werde ich die Berge hochkommen Selbstzweifel machten sich breit und auf einmal ging alles sehr schnell
die große Anzahl der Rennradler setzt sich in Bewegung und das Rennen war eröffnet. Die ersten zwei Kurven nach wenigen Metern bloß nicht stürzen und danach ging es auf eine Autobahn ähnliche Straße ca.10 Kilometer lang in Richtung Leipzig
das Tempo ich konnte es kaum glauben lag bei über 45km/h und das die ganze Zeit über. Der Blick auf dem Tacho
machten mir ein wenig Angst aber mit jeden Meter weiter fühlte ich mich besser. Ich konnte aus meiner Startposition
die so ziemlich am Ende lag viel Positionen gut machen und fand mich im vorderen Drittel wieder.
Nichts riskieren auf genügend Flüssigkeit achten und gelegentlich ein wenig essen so wollte ich weiter fahren
bis zu den ersten Anstiegen vor denen ich ein wenig Angst oder besser gesagt Respekt hatte. Den erste Berg ging ich noch ziemlich langsam an und es ging sehr gut jedenfalls hatte ich keine Probleme was mich etwas leichtsinniger werden lies
hatte ich doch meine Zeit aus dem vorigen Jahr noch vor Augen und die war zu dieser Zeit um einiges schlechter.
Mittlerweile die ersten achtzig Kilometer lagen hinter mir und ich fuhr in einer Gruppe von ca. 30 Leuten
bekam ich im rechten Oberschenkel Krämpfe die ein weiter fahren fast unmöglich machten. Die Gruppe konnte ich nicht
mehr halten fuhr ich doch nur noch mit dem linken Bein und verlor den Anschluss.
Ich quälte mich und die Schmerzen trieben mir die Tränen in die Augen ich wollte aufgeben und auf den Bessenwagen
warten so mein Plan, wenn man das mal so als Plan bezeichnen darf.
Während der letzten Kilometer unter diesen Bedingungen ist mir ein anderer Fahrer aufgefallen der offensichtlich
das Tempo aus der Gruppe in der ich mich befand auch nicht mehr halten konnte er dreht sich öfters mal nach mir um
und fuhr so ca. 50 Meter vor mir.
Das eigenartige an diesen Fahrer war das er eine schwarze Hautfarbe hatte, ich hatte bis jetzt noch nie einen
anderen Schwarzen mit einem Rennrad gesehen. So ganz ohne Grund nahm er plötzlich die Fahrt raus und fuhr n
eben mir her er schaute mich an und fragte was denn los sei mit mir. Die Frage war eigentlich nur aus Höfflichkeit gestellt
den er wusste ganz genau was mit mir los war. Ich erzählte ihn das ich aufgeben möchte ich sah zu diesen Zeitpunkt
keine Change mehr das Rennen zu beenden, mein Durchschnitt ging pro gefahrenen Kilometer immer weiter
nach unten aber er reagierte darauf indem er auf mich einredete das das überhaupt nicht in Frage käme er bleibe bei mir
und gemeinsam würden wir es ins Ziel schon schaffen. Er opferte sich für mich er fuhr immer im Wind ja er hat mich sogar gelegentlich geschoben bedanken konnte ich mich nicht ich bekam kein Wort mehr raus so ging es eine ganze Weile
und nach ca.10 bis 15 Kilometern ließen meine Krämpfe allmählich nach es fing wieder an Spaß zu machen und unsere Geschwindigkeit wurde wieder höher ja wir konnten unsere Gruppe sogar wieder erreichen.
So fuhren wir gemeinsam eine Weile nebenher ohne ein Wort miteinander zu wechseln ich konnte sogar an der Spitze
der Gruppe fahren und habe das Tempo immer mal ein wenig erhöht was zu lauten Protest der restlichen Fahrer führte.
Unterfordert könnte man sagen fühlte ich mich, wollte ich doch gerne schneller fahren um noch eine halbwegs
gute Gesamtzeit und Platzierung herauszufahren.
Mein schwarzer Freund gesellte sich wieder zu mir an die Seite jetzt hatte ich auch die Gelegenheit mich bei ihn
zu bedanken als er mir den Vorschlag machte ich sollte es doch alleine versuchen von der Gruppe weg zu fahren
ich würde es schon schaffen er könne mich nicht bekleiden den er war jetzt auch fertig. Ich überlegte nicht lang
und machte mich alleine die restlichen 25 Kilometer Richtung Ziel auf.
Meinem Tacho zeigte mir die meiste Zeit eine 40 oder noch mehr an und ich konnte meine Vorjahreszeit wieder erreichen.
Im Ziel musste ich eine halbe Stunde warten bis ich meine Retter wieder sah um mich nochmals bei ihm zu bedanken.
Es war ein erfolgreicher Tag mit einigen Freunden wurde zum Schluss bei einem Bierchen die Erlebnisse ausgetaucht
und sich für das nächst Jahr wieder verabredet.
Am Abend als ich mir nochmals das Rennen durch den Kopf gleiten lies ging mir der Schwarze nicht aus den Sinn
im Prinzip hat er sich für mich geopfert hat sich seine eigene Zeit versaut hat riskiert selber nicht ins Ziel zu kommen.
Aber warum machte er das. Ist das etwa der viel gerissene Sportsgeist ist es Kameradschaft ich weis es selber nicht so
genau nur eins weis ich solche Erlebnisse prägen mich nachhaltig im Leben und lassen mich viele Dinge mit anderen Augen sehen. Gerne würde ich mich noch einmal mit ihn abseits der Rennstrecke darüber unterhalten. Nur weis ich
noch nicht mal seine Namen vielleicht sieht man sich ja mal wieder und eins kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen
ich selber wäre mir nicht sicher ob ich das selber auch so gemacht hätte. Es ist vielleicht vergleichbar mit einem
gefundenen Geldschein wer gibt ihn ab oder fragt wenigstens nach ob ihn jemand vermist, entscheidet selber für euch.

 

                               
                  

                                                  
                                               Die Zeit und die Platzierung ist egal 
                                               Hauptsache im Ziel eine gute Figur

   links oben:   die Erklimmung eines Berges, 
                        richtige Rennfahrer werden Hügel 
                        dazu sagen und über mich lachen

   linkes Bild:  Dafür bin ich bei der Abfahrt ein wenig im Vorteil,
                      Mein Gewicht muss schließlich auch zu etwas
                      gut sein


 

 

  Du alter Knacker 
 

Vorige Woche ging es um wieder um ein paar Kilometer zu sammeln und um ein paar neue Regionen mit dem Rad
zu erobern in Richtung Norden nach Wittenberg an die Elbe so war es geplant in etwa. Eine genaue Strecke
hatte ich mir nicht vorgenommen ich wollte mich einfach so treiben lassen nur das Ziel die Elbe hatte ich mir
als Wendemanöver vorgenommen um dann wieder nach Leipzig zurückzufahren.
Schnell war ich nicht unterwegs und etliche Pausen habe ich auch eingelegt um mein neues Spielzeug
eine neue Kamera auszuprobieren.
Die Kamera hat in großen und ganzen die Fahrt bestimmt obwohl mit dem Renner unterwegs zeigte der Garmin
gerade mal einen Schnitt von 20km/h an. Ich hatte alles was chic ist angezogen und mein Rad mit sämtlichen Carbonteilen bestückt die ich besaß wollte doch das perfekte Bild machen jedenfalls versuchte ich es.
Meine Route ging über Bad Düben zum Teil auf der B2 über Kemberg/ Eutzsch zur Elbe.
Von dort wollte ich weiter sehen notfalls mit den Zug wieder heimfahren ich hatte keine so richtigen Plan
nur viel Zeit an diesen Tag und das ist selten bei mir. Jedenfalls tauchte ein weiterer Rennradler plötzlich neben mir auf
ich grüßte freundlich wie es so meine Art ist und bekam keine Reaktion zurück. Ich dachte er hätte es nicht vernommen und sagte noch einmal Hallo und wieder nichts er fuhr das gleiche langsame Tempo und schaute mich permanent immer wieder
von oben bis unten an es machte mich ganz verrückt und ich hielt an um zu sehen was es so an mir zu schauen gab
während er wortlos weiter fuhr. Gut meine Beine hatten mal wieder eine Rasur nötig aber ansonsten konnte ich
nichts Außergewöhnliches an mir feststellen und ich setzte meine Fahrt fort.
Ein paar hundert Meter weiter stand er am Rande und hat mich regelrecht aggressiv angehalten was ich auch tat
oder besser musste. Und jetzt geht die kuriose Sache erst richtig los er beschimpfte mich auf einmal als alten Knacker
was ich mir einbilde mit Carbon Rädern zu fahren und überhaupt ich wäre in seine Augen eine Schande und
Blamage für alle Rennradler die es ernst meinten. Mir blieb die Sprache weg ich brachte kein Wort zu meiner Verteidigung
raus mir fehlten die Worte so eine Unverschämtheit am liebsten hätte ich den Vogel eins in die Fresse gehauen
aber aus diesen Alter bin ich ja schon eine Weile raus.
Außerdem rein körperlich betrachtet hätte ich dabei auch
den kürzeren gezogen. Der Typ ca. 25 Jahre alt gebräunte Muskeln und durch trainiert bis in die letzt Faser machte es mir
nicht leicht eine weitere Entscheidung zu treffen. Sein Rad ein Trek Madone mit allen erdenklichen Schnickschnack was teuer ist, seine Laufräder bestimmt in der Preisklasse wie mein ganzes Rad zusammen ließen mich in der Situation ziemlich alt
aussehen. ich beschloss einfach weiter zu fahren. Wir fuhren eine Weile dieselbe Straße der Typ mir hinterher
er konnte es nicht lassen den einen oder anderen blöden Spruch abzulassen auf mein Alter bezogen.
Ich sollte mir lieber ein Klapprad zulegen und so weiter. Ein Versuch mich in irgendeiner weiße zu rechtfertigen
erschienen mir sinnlos und so sagte ich gar nichts mehr in der Hoffnung dass sich unser Weg bald trennen würde.
Plötzlich fuhr er an mir vorbei betrachtete mich noch einmal so arrogant von der Seite er lies seine Muskeln spielen
machte sich von Acker. Ich dachte die Situation wäre nun endlich vorbei aber nein.
Er hörte einfach auf zu treten wurde immer langsamer und fuhr in den Gegenverkehr wo er einfach auf der Straße
umkippte ich hielt auch an um zu schauen was geschehen war und musste entdecken das er nur noch röchelte
er hatte große Schwierigkeiten überhaupt Luft zu holen es ging immer schneller und er reagierte überhaupt nicht mehr.
Ich bekam ein wenig Panik habe ich doch vor kurzen eine Ausbildung für solche Notfälle absolviert wusste ich mir nun nicht
zu helfen. Es standen viele Autos da die nicht weiter fahren konnten und keiner stieg aus um zu helfen.
Ich habe dann den Notruf gewählt und während ich telefonierte kam eine junge Frau aus einen der warteten Autos
stellte sich als Ärztin vor und bat ihre Hilfe an. Ich glaube nicht an Gott aber in diesen Moment als die Frau kam
bekam ich Zweifel ob es vielleicht doch einen gibt der mich erhört oder so hilflos gesehen hat. Die Frau hat ihn dann versucht anzusprechen aber es kam keine Reaktion als der Notarzt eintraf hat er ihn sofort in den Rettungswagen eingeladen
und mitgenommen. Ich habe dann der Polizei einige Male den Vorfall schildern müssen nur geglaubt haben sie
mir nicht das wir uns nicht kannten. Es war auch nicht möglich herauszufinden wer er überhaupt war er hatte
nichts einstecken kein Ausweis kein Handy nicht mal eine Satteltasche mit einem Reserve Schlauch einfach nichts
auch sein Trikot zeigte nichts von einem Sportverein wo man hätte mal anrufen können. Ich durfte dann nachdem meine Personalien notiert wurden waren weiterfahren.
Einen Tag später klingelte das Telefon und die Polizei fragte mich nochmals ob ich nicht wüsste wer der Verunglückte war
sie haben weder ein Ausweis oder ein Handy bei ihnen gefunden und hätten keine Anhaltspunkte an wenn sie sich wenden sollten.
Ich habe gefragt wie es den mit ihm aussieht aber die Polizei hat mir darauf keine Antwort gegeben.
Auch an den nächsten Tag wurde mir jede Auskunft am Telefon verweigert als ich mich nochmals erkundigen wollte.
Warum ich das schreibe ist ganz einfach ich habe mich tierisch über diesen Menschen geärgert und trotzdem lässt mich das Erlebte nicht so einfach los ich mag zwar der "Alte Knacker" sein aber ohne Handy ein wenig Kleingeld und Ausweis fahre ich nicht in der Weltgeschichte herum. Passieren kann jeden und zu jeder Zeit etwas. Die Reaktion der Polizei macht mich sehr nachdenklich und ich hoffe dass der Mensch wieder am Leben teilhaben darf. Nachdenklich macht mir auch seine Äußerung oder besser gesagt seine Einstellung zum Sport im Alter wobei ich mich gar nicht so alt einschätze. Wenn ich keinen Spaß am Sport hätte würde ich ja auch keinen machen vielleicht sehe ich nicht mehr so perfekt auf einen Rennrad aus
aber soll ich es deshalb lassen weil es irgend so einen Idioten nicht gefällt. Es gibt viele die sind schon im Rentenalter
und fahren immer noch haben ihren Spaß dabei und halten sich fit und ich möchte das dann wenn es bei mir mal so weit ist
auch noch können und dürfen.

 Konkrete Ziele
 

Meine Wünsche und Träume habe ich ja nun schon ausführlich geschildert an erster Stelle stehen natürlich viele schöne Stunden mit meiner Familie, Gesundheit und das meine Kinder einen schönen erfolgreichen Start ins Leben erhalten. Mit Zielen habe ich auch eher geographische Ziele gemeint, die Ostsee Umrundung mit einem Fahrrad steht natürlich an erster Stelle viele Jahre ja sogar Jahrzehnte habe ich es mir gewünscht und die Planung ist schon lange abgeschlossen das sogenannte Roadbook dazu liegt fertig in meinem Schreibtisch. Für diese Reise rechne ich mit ca. sieben Wochen. Der Start der Tour und auch wieder die Ankunft liegt natürlich direkt vor meiner Haustür, eines Tages werde ich das Haus verlassen so wie ich es ein Leben lang fast jeden Tag gemacht habe das Garagentor wird sich öffnen und ich werde mit dem Rad fortfahren nur ich werde nicht auf Arbeit oder zu einer Besorgung fahren ich werde auch nicht so einfach mal zum Spaß oder zum Training ein paar Kilometer radeln nein einmal um die Ostsee herum lautet das Ziel. Der einzige Unterschied wie die Jahre zuvor wird sicher in der Art des Fahrrades und der dazugehörigen Ausrüstung liegen, vielleicht fällt es ja den Nachbarn auf, die Packtaschen das Zelt und so weiter sicher werde ich auch deshalb angesprochen, wohin des Wegs, meine Antwort wird schlicht und einfach lauten um die Ostsee. Gedanken und Meinungen der anderen werden mir egal sein mein Ziel steht fest so soll es sein so wünsche ich es mir. Starten werde ich natürlich direkt vor meiner Haustür um dann auf direkten Weg in den Norden, vorbei an meinen geliebten Seen nach zwei Tagen Warnemünde zu erreichen von dort geht es mit dem Fährschiff des erste mal über das Wasser nach Gedser in Dänemark. Von jetzt an heißt das Ziel nur noch Norden immer gerade aus und sicherlich immer mit viel Gegenwind über Kobenhagen nach Malmö in Schweden. Stockholm wird die erste Stadt sein in der ich eine Pause von einem Tag einlegen werde ich hoffe ein Tag reicht für ein wenig Regeneration und eine kleine Stadtbesichtigung. Mit dem Fährschiff geht es weiter über die Aland Inseln, wo ich auch einen Tag Pause für eine kleine Erkundung einlegen möchte, nach Turku in Finnland. Diese Überfahrt wird sicherlich und ich hoffe es mal bei schönen Wetter stattfinden den die Einfahrt in den Hafen der Stadt Turku soll zu den schönsten der Region gehören worauf ich mich besonders freue. Helsinki ist das nächste anvisierte Ziel um wieder mal einen Hafen aufzusuchen um ein weiteres Mal ein Schiff zu besteigen was mich und meine Ausrüstung nach Tallinn in Estland bringt. Ab jetzt denke ich mir mal wird das Abenteuer etwas größer und spannender werden. Das Baltikum ist für mich absolutes Neuland mal sehen was mich da alles erwartet. Die Küste geht es nach Süden entlang über Riga in Lettland zum Fährhafen Klaipeda in Litauen. Ab jetzt bin ich mir nicht sicher zum jetzigen Zeitpunkt wie es weiter geht entweder mit den Fährschiff nach Polen in die Hafenstadt Gdansk übersetzen oder aber das kleine Stück Russland zu durchfahren was mich besonders reizen würde. Sollte es möglich sein werde ich mir ein paar Tage Zeit nehmen müssen um die Stadt Kaliningrad zu besichtigen worauf ich mich besonders freue. In Polen werde ich die Küste etwas verlassen und im Landesinneren auf direkten Weg in die Grenzstadt Swinemünde radeln. Ab jetzt ist es noch mal ein langes Stück die Ostdeutsche Küste entlang zum Ausgangspunkt meiner Reise in Warnemünde um die Umrundung komplett zu machen. Einer der letzten Übernachtungen meiner Ostseeumrundung wird mit Sicherheit der kleine Ferienort Prerow sein ein Ort wo mein Traum und meine Sehnsucht nach einer Reise der besonderen Art geboren wurde. Wenn ich abends dann auf die See schaue welche Gedanken werden mir da durch den Kopf gehen den vor vielen Jahren stand ich ja schon einmal hier mit meinem Geographie Buch in der Hand und einem traurigen Blick in die Ferne. Vielleicht und ich würde mich rissig freuen begleitet mich auf den letzten Kilometern oder auch Tagesabschnitten meine Frau und meine Kinder oder Freunde um an meinen Traum und der Erfüllung daran teilzuhaben. Über die Rückfahrt an meinen Heimatort Leipzig mache ich mir erst mal keine Gedanken es wären noch zwei bis drei Tagesetappen mit dem Rad oder eine Fahrt mit den Zug falls ich kein Rad mehr sehen kann. Als Tagesetappen habe ich mir so 90 bis 150 Kilometer vorgestellt sieben Wochen werde ich unterwegs gewesen sein oder auch mehr ich muss ja nicht mehr zu einem bestimmten Termin in meiner Firma erscheinen weil der Urlaub zu Ende ist und ca.4500 Kilometer auf und mit meinem Rad durch interessante Länder gereist sein, sicher werden es ein paar Kilometer mehr werden mit meinen angeborenen Talent sich zu verfahren, verrückt sicher für die meisten für mich aber ein ganz wichtiger Grund im Leben gesund zu bleiben und daran zu glauben diese Tour im Rentenalter zu schaffen.
Für viele Radreisende ist es sicher nichts besonderes daran um die Ostsee zu fahren es wurde ja schon viele male praktiziert und jedes Frühjahr begeben sich ganze Horten von Radnomaden auf diese Tour oder fahren Teilstücke ab. Für mich bedeutet diese Reise aber auch die Erfüllung eines Kindheitstraumes. Des weitern soll sie für mich auch ein Test darstellen ob ich im fortgeschrittenen Alter überhaupt in der Lage sein werde diese Strapazen zu meistern und auszuhalten. Da ich sehr zuversichtlich bin Spaß und Freude dabei zu haben plane ich eine weitere Tour die Tour meines Lebens. Das Ziel Mittelasien ja richtig gelesen mache sagen auch Zentralasien. Meine Reise verläuft so ist es in groben geplant durch Südost Europa über Bulgarien in die Türkei weiter durch den Iran wobei ich das Schwarze Meer und das Kaspische Meer links liegen lasse weiter nach Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan in Kirgistan endet dann meine ungewöhnliche Reise natürlich nicht ohne mir die Sehenswürdigkeiten der Regionen ausgiebig angeschaut zu haben das Pamir Gebirge die vielen Bergseen der “Alu-Artscha-Nationalpark” und die Wüste ein Stück der alten Seiten Straße werde ich sicher mit in meine Tour Planung einbauen wenn es dann eins Tages so weit sein sollte und nicht zu vergessen die vielen Basare wo man so viel leckere Sachen kaufen kann. Im Grund war ich ja schon einmal dort und habe alles gesehen aber mehr auch nicht ich schiebe es auf die Jugend da interessiert man sich für andere Sachen als Natur und fremde Kulturen. Und jetzt die ausführliche Erklärung dazu warum ich mir solche, für die meisten sicher nicht zu verstehende Gedanken, über eine Reise mache. Sollte es möglich sein ein paar Wochen mit Rad, Zelt und allen was man benötigt zu überleben und daran auch noch Spaß zu haben müsste es mir auch ein paar Monate gelingen, die Reisedauer wird nach meinen Berechnungen sechs bis sieben Monate dauern der Start wird im zeitigen Frühjahr liegen um vor dem strengen Wintereinbruch das Ziel Kirgistan erreicht zu haben.
Die Aussicht auf neue einzigartige Erkenntnisse auf fremde Kulturen und Landschaften abseits des normalen Tourismus bilden den Reitz für mich dieses doch ich gebe es zu recht wagehalsigem Projekt weiter zu verfolgen. Ich kenne mittlerweile die Touristen Hochburgen dieser Welt und aus früheren Reisen in diese Region insbesondere Mittelasien wünsche ich mir noch einmal im Leben dieses Fleckchen Erde so hautnah wie nur möglich kennen zu lernen und zu erleben. Bei einer früheren Reise dort hin bin ich ja nur wie ein gewöhnlicher Tourist von einer Sehenswürdigkeit zur anderen gefahren worden, im Prinzip war ich da aber gesehen habe ich nicht viel.
Angst habe ich auch das kann ich nicht verleugnen aber nicht das mir etwas passiert das ist überall und zu jeder Zeit auf dieser Welt möglich angst habe ich wenn ich mir die jetzige Politik der großen Mächtigen dieser Welt anschaue, der sich immer weiter verschärfende Konflikt der Westlichen gegen die Arabische der auch der sinnlose Kampf der Religionen gegeneinander. Meine Reise nach Asien führt ja gerade an der Schnittstelle der unterschiedlichen Weltanschauungen vorbei bzw. gerade zu hindurch. Schon einmal stand ich vor verschlossenen Grenzen die unüberwindbar waren und ich möchte das nicht noch einmal erleben. Angst und bange ist mir auch wenn ich an die Umwelt denke früher ein Fremdwort für mich heute macht es mir große Sorgen wie es in ein paar Jahre auf diesen Planeten aussehen wird. Und Angst habe ich wenn ich das Wochenende nach einem Nachtdienst mit dem Rad nach Hause fahre was ich da schon alles erlebt habe geschossen hat man auf mich ich hoffe es wahr nur eine Schreckschuss Pistole nicht auszudenken wenn es eine echte gewesen ist drei mal hat man mich versucht zu überfallen oder auszurauben ich konnte mich auf meine schnellen Beine verlassen und flüchten oder wie viele male wurde ich aus fahrenden Autos mit leeren Flaschen beworfen ich kann es nicht mehr zählen ein toller Spaß bestimmt für die angetrunkenen Party Heimkehrer, ein leises zischen und krach landete ein Sessel ein paar Meter neben mir auf den Radweg den eine grölende und den Alkohol verfallende Meute aus einem Haus auf mich hat versucht zu werfen zum glück haben sie nicht getroffen. Ein Risiko wird immer bleiben nur mit einer gewissenhaften Planung kann man es auf das nötigste reduzieren und sollte ich feststellen das es nicht mehr möglich ist auf eine Reise der besonderen Art zu gehen so werde ich es nicht erleben dürfen in meinem Leben daran geht die Welt auch nicht unter, nur träumen das kann einem keiner nehmen. Ich höre jetzt erst einmal auf zu schreiben und mache mal verstärkt das was mir mehr Spaß macht und fahre bissel mehr Rad, die Wetterdienste sprechen von einem bevorstehenden Jahrtausend Winter ich hoffe sie irren sich mit dieser Aussage. Und übrigens zwei Autos haben wir immer noch und ein Moppet ist noch dazu gekommen mein Sohn findet ohne eigenes Fahrzeug ist das Leben nicht lebenswert der Kauf eines schnellen Motorrades ist schon eine beschlossene Sache, meine Tipps und Radschläge dazu ob so etwas den nötig ist werden nicht beachtet oder einfach ignoriert, diese Alten halt die der Jugend immer alles vermiesen müssen aber auch.

Wer mir Radschläge der Reisen und insbesondere der Radreisen im Alter geben möchte bitte immer her damit ich bin für jeden Tipp dankbar.Für Rechtschreibe und Grammatik Fehler übernehme ich die volle Verantwortung wie gesagt schreiben ist nicht so meine Leidenschaft und mein Talent liegt doch eher beim Radfahren, sollte es zu einer Reise kommen und davon gehe ich zu diesen Zeitpunkt ganz fest aus werde ich jeden Tag berichten wie es mir ergeht und was ich erlebt habe vielleicht schreibe ich dann ein kleines Büchlein oder so mit dem Titel “ Der Opa aufn Radl” oder so ähnlich.


E.R. aus Le.

 

 Für Anregungen, Hinweise oder auch Kritik bitte  hier klicken  Danke

 

 

Social Bookmark

Nach oben